Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 33 (1877)
- Issue
- 7-8 (1877)
- Date
- 1877-01-01
- Page
- – (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2554541-2554836-2554841--06810-2562807- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
116 Stück habe ich für dem Herrn IX Callenberg nichts zum voraus, er ist auch genug verlästert worden. Ich fahre indessen unter göttlichem Beystande fort, mit eben dem Sinn das Werk des HErrn beh dieser Anstalt so lange zu treiben, als Er mir Gesundheit und Kräfte verleihet, auch milde Herzen erwecket, die dabey nothwendige und unvermeidliche Ausgaben: als die Besoldung zweyer reisenden Mitarbeiter, die Cvrrespondenz, den Druck der Bücher u. s. w. bestreiten zu können. Cap. VI. Von der Ärt nnd Weise, an denen Inden;n arbeiten, wie auch von dem Fond dieser Änstalt. 8. 1. Die Beschäftigungen des Directoris gehen hauptsächlich dahin, daß theils tüchtige Mitarbeiter zubereitet, und mit nöthiger Instruction ausgesendet werden; theils der Druck der Bücher, sowol des neuen Testaments, als auch anderer zur Ueberzeugung der Juden dienender Piecen, in hebräischer, rabbinischer, jüdischer, arabischer und türkischer Sprache, besorget werde; ferner von den Begebenheiten, denen Gönnern und andern Freunden, gehörige Nachricht zu ertheilen, wobeh insonderheit noch zu merken, daß er nicht verpflichtet scy, jüdische Catechumenen auf- und anzunehmen, von der Casse zu unterhalten, und sie zur Taufe zuzubereitcn; weil dieses letztere eine eigene Anstalt erfordert und eine jede Stadt dazu von selbst verbunden ist, einen solchen ankommenden Catechumenen anzunchmen und zur heiligen Taufe zubereiten zu lassen, auch zur gehörigen Arbeit anzuweisen;' nicht aber dem Jnstituto zur Last aufzubürden.*) Wäre aber ja ein Fall, daß man glaubte, in H a l l e würde ein solcher Catechumenus besser zubereitet werden können, so müßte von einer solchen Stadt ein besonderer Beytrag dazu eiugesendet werden. *) Ich habe wohl in einer gedruckten Beylage zum Briefwechsel gemeldet, daß ich 1764 einen jüdischen Jüngling unterrichtet und getauset Hütte, welcher, da er die Schumacher - Profeßion lernet, sich GOtt Lob! noch wohl hüll; es ist aber dieses von mir geschehen, nicht als Director des Jnstituti, sondern als Prediger in der Stadt.