Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 33 (1877)
- Issue
- 7-8 (1877)
- Date
- 1877-01-01
- Page
- – (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2554541-2554836-2554841--06809-2562806- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
115 wir durch die Gnade GOttes bezeugen, daß wir noch nirgends mit mehrerein Vergnügen und bessern Eingang wenigstens äusserlich, an diesem Volke haben arbeiten können, als eben hier. Die Freyheiten, welche sie in diesem Lande geniesten, da sie unter andern ungestört häufig unsere Kirchen besuchen und denen evangelischen Predigten behwvhnen, machen schon eine ziemlich gute Zubereitung an diesen verlohrnen Schaafen, vom Hause Israel aus. GOtt helfe immer weiter!" 8.7. Indessen ließ ich das zwehte Stück der ferner» Nachricht drucken, welches den Auszug der Tagebücher von 1752 und also den Anfang der morgenländischen Reise enthält; an dem dritten Stück, in welchem die Beschäftigungen zu Constantinopel, Egypten und Ober-Syrien Vorkommen werden, arbeite ich noch, und wird solches hoffentlich mit künftiger Ostermesse herauskommen. Ich war zwar willens, den Druck der Fernern Nachricht zu beschleunigen, um desto eher an die neuere Geschichte zu kommen, allein, theils wegen Mangel der Callenbergischen Adressen, theils wegen des Krieges gieng es dergestalt langsam und unordentlich mit Vertheilung der Berichte zu, daß ich von einigen Oertertt, wo ich die Berichte hingesandt, nachher erfahren müssen, man habe geglaubt, das Jnstitutum sey gar eingegangen, weil man nichts im Druck davon zu lesen bekäme. 8- 8. Ans eben angeführten Ursachen ist es leicht zu erachten, daß die milden Beyträge weniger, und also die Caste des Jnstituti sehr geschwächt worden; wozu auch die Verunglimpfungen*) meiner Person nicht wenig mit beygetragen haben.**) Doch in diesem *) Solche Verunglimpfungen geschehen zwar nicht allein, doch insonderheit von denen dem Müßiggang ergebenen, herumlaufenden und daher der christlichen Kirche beschwerlich fallenden Proselyten, welche, wenn ihnen eine geringere Gabe aus der Lasse gereichet wird, als sie nach ihrem stolzen Sinn vermutheten, auf die ganze Anstalt Lästerungen ausspeyen. **) Eben ward mir aus Nürnberg des Herrn A. R. G. C. Matthäi neue Abhandlung von der Berläumdung, was von derselben sowol in heil. Schrift, als auch in den Talmudisch- und Rabbinischen Schriften angetroffen wird, zugesandt. Ich habe solche mit Vergnügen gelesen, und will sie um ihrer Gemeinnützigkeit willen auch andern bestens empfehlen. Sie enthält 3 Bogen in 4to. 8*