Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 33 (1877)
- Issue
- 7-8 (1877)
- Date
- 1877-01-01
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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114 Tagebücher der reisenden Mitarbeiter von dem Jahr 1751 bis zu 1760 ungcdruckt zurück gelassen. Wolte ich nun nicht in der Geschichte eine grosse Lücke lassen; so mußte ich notwendig das Zurückgebliebene nachholen. §. 5. Gegen das Ende dieses Jahres, machte ich einen Versuch, die Reisen unter den Juden fortgehen zu lassen, wozu sich zwey Studiosi willig fanden. Einer Namens Reinhard aus Schlesien; der andere Namens Burgmann aus dem Mecklenburgischen; welche das Anhaltische, Hannöverische und Braunschweigische durchreiscten; und da Herr Reinhard in dem folgenden Jahr 1763, nachdem sie von der besagten Reise zurückgekommen waren, an einem alten schwindsüchtigen Schaden hier in Halle sein Lebens-Ende erreichte; so gesellete ich dem Herrn Burg mann einen andern tüchtigen Studiosum Namens Meurer aus Franken zu. Diese beyde unternahmen eine Reise durch Franken und Schwaben in die Schweitz, und kamen durch die Pfalz wieder zurück. Nach einigem Aufenthalt allhier traten sie An. 1764 im Julio eine Reise über Holland nach England an, von da sie durch Weftp Halen im September 1765 wieder zurück nach Halle kamen. Weil nun dem Herrn Burgmann eine Predigerstelle in der Reichsstadt Essen angetragen worden, und ich mit Vergnügen darein zu willigen, genügsame Gründe vor mir fand, so reifete er bald nach seiner Ankunft von hier ab, sein neues Amt anzutreten. Herr Meuter hält sich indessen so lange hier auf, bis ihm GOtt einen tüchtigen Reisegefährten zuführet. 8. 6.. Von erst besagter Mitarbeiter Verrichtungen werden künftig die Auszüge aus ihren Tagebüchern Nachricht erstatten. Indessen kann nicht unterlassen zum voraus folgendes, aus einem ihrer Schreiben aus England vom 14ten December 1764 datirt, anzuführen. Ihre Worte lauten also: „GOtt lässet uns hier in England besondere Spuren seiner Gnade und Barmherzigkeit sehen, und es gereuet uns nicht, London zum Ort unsers diesmaligen Winterquartiers gewählt zu haben. Was die Juden betrift, so beweisen sich selbige bescheiden, freundlich und aufmerksam. Bey verschiedenen haben wir gespeiset, und das Evangelium von dem Gekreuzigten hoffentlich nicht ohne Segen verkündigt. Ueberhaupt müssen