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Dibre Emeth · 1877-01-01 · 7-8 (1877) · page 7

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
33 (1877)
Issue
7-8 (1877)
Date
1877-01-01
Page
– (sequence 7)
Language
German
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103 Manitius, der in das 14te Jahr auf der Reise gewesen war, und wegen des Zunehmeus seines Körpers, wider seinen Willen und mit vielen Thriinen abtreten mußte, wurde Hofprediger in Nienburg. Herr Rypke wurde Magister legens in Halle und Anno 1745 Professor inKönigsberg. HerrLeske aberPräceptor in dem Waysenhause und bald darnach Prediger in der Lausnitz, allwo er noch im Segen arbeitet. Nun war ich allein, meine Reisegefährten haben mich verlassen müssen. §• 12. Die wehmüthigen Thränen meines lieben Manitii über seinen Abtritt vom Jnstituto setzten mich in einigen Eifer, daß ich sagte: Mein Bruder, ein rechtschaffener Wirth läßt seinen alten Bedienten nicht aus dem Hause, bis er einen andern an dessen Stelle besorget hat. Er antwortete mit vielen Thränen und herzbrechenden Worten: Mein Bruder, deine Worte werden wahr. Hiemit gieng er hinauf zu dem Herrn v. Callenberg, um Abschied zu nehmen. Kaum war er fort, so kam ein redlicher Studiosus zu mir, Namens Johann Daniel Henzenius, welchen ich dieser Sache wegen schon vorher sondiret hatte, und brachte mir die Nachricht, daß sein Vater, Stifts-Prediger zu Fischbeck, völlig in die Reise consentire. Ich war froh; Herr Manitius kam dazu und wurde ebenfalls erfreuet, daß der HErr so weißlich und väterlich gesorget hätte. §. 13. Mit diesem meinen neuen Reise-Gefährten gieng ich An. 1744 in das Anhaltische und hernach an den Oberrhein hinauf in die Schweitz. Hier kamen wir unter andern Freunden auch zu dem Herrn Samuel Lucio, einem redlichen durch die Erfahrung wohlgeprüsten und rechtschaffenen Gelehrten, und wohlbekanten Theologo. Dieser sagte zu meinem Reise-Gefährten: „Ach bitten sie sich doch von dem HErrn JEsu ein rechtes Herz voll Liebe gegen die Juden aus", welches ihm auch nachher in seinem Predigtamte zur besondern Ermunterung in Absicht auf die Juden gereichte. §. 14. Meine Neigung war von je her auf den Orient mit gerichtet; daher als ich mit Hrn. Henzenio aus der Schweitz wieder zurück gekommen war, so wurde unser Reise-Strich also eingerichtet, daß wir Schweden und Rußland mit besuchen möchten, um uns den sichersten Weg nach dem Morgenlande zu bahnen, zugleich aber

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