Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 33 (1877)
- Issue
- 7-8 (1877)
- Date
- 1877-01-01
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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102 zum Christenthume übertretenden Personen. Wir führen hierbei nur beispielsweise die Provinz Brandenburg an. Unter den oben genannten 752 Getauften befanden sich 370 männlichen und 382 weiblichen Geschlechtes; die Geschlechter waren also etwa gleich vertreten, und somit ist der Vorwurf, der oft von Juden ausgesprochen wird, als würde hauptsächlich das weibliche Geschlecht durch die Aussicht auf Verheirathung mit christlichen Männern herübergezogen, unbegründet. Wir dürfen auch einige Zahlenangaben aus dem Großherzogthum Hessen-Darmstadt mittheilen. Die hohe Kirchenbehörde aber erklärt ausdrücklich, daß in ihren Akten bei Weitem nicht die ganze Zahl der Uebergetretencn verzeichnet sei, da lauge nicht alle Fälle zur Anzeige gekommen seien. Erwähnt werden in den dortigen Akten: in den Jahren 1825, 1832, 1839, 1842, 1843 und 1853 je 2 Fälle — 12, in den Jahren 1830, 1841, 1847 je 3 Fälle — 9, in den Jahren 1811, 1816, 1819, 1820, 1822, 1827, 1828, 1831, 1833, 1834, 1835, 1838, 1840, 1846, 1848, 1849, 1850, 1859, 1861, 1869, 1876 je 1 Fall -- 21, in Summa — 42 Fälle. In dem Königreich Sachsen, welches nur 5,360 Juden zählt, werden in den Jahren 1871—1875 12 Uebertritte zur evangelischen Kirche berichtet. AI. Stephan Schultz: Geber die evangelische Zudenmisston. (Schluß statt Fortsetzung.) sii. In dem vorbemeldeten 'Jahre giengen wir durch Schlesien und Pohlen nach Königsberg in Preussen. Hier wurde mir eine Rectorat-Stelle in der Altstadt angetragen, welche ich aber wegen meiner fortdaurenden Reise auszuschlagen Ursache hatte. Da wir von hier abreiseten, begleiteten uns zwey redliche Studiosi, Rypke und Leske, über Danzig, durch Pommern nach Halle. Kaum waren wir nach Halle gekommen, so wurde ich Ao. 1743 gegen das Ende, von allen meinen Reisegefährten verlassen. Herr