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Dibre Emeth · 1877-01-01 · 7-8 (1877) · page 8

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
33 (1877)
Issue
7-8 (1877)
Date
1877-01-01
Page
– (sequence 8)
Language
German
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104 auch denen correspondirenden Freunden des Herrn V.Callenbergs, ihr Verlangen zu stillen, welche uns gerne sprechen und einige ausführliche Nachricht haben wollten; da wir sonst, weil in diesen Landen keine Juden wohnen, schwerlich dahin gereiset wären. In dem Jahr 1745 fanden sich zwey Candidaten, die da willig waren, eine Reise mit zu thun, daher wir uns theileten. Herr Henzenius nahm einen zu sich, Namens Bleßing, und gieng in die Gegend der Gränze von Böhmen, um mit denen damals aus Böhmen vertriebenen Juden zu sprechen; ich aber und Herr Muthmann giengen durch die Mark und Pommern nach Stralsund, von da wir uns zu Schiffe setzten, bey Barsund in Schweden anlandeten, von da zu Lande nach Stockholm giengen; und da wir hier in etlichen Wochen unsere Verrichtung geendiget hatten, fuhren wir durch die Finnische See nach Petersburg und gelangten sodann über Narva, Reval, Riga, Königsberg, Danzig und Berlin, nach Halle. s. 15. Kaum war ich in Halle angekommeu, so wurde meine Freude über der Vermehrung meiner Gehülfen vermindert: denn als ich kurz vorher nach Königsberg reifete, und mich wegen der kränklichen Umstände meines Reise-Gefährten des Herrn Muthmanns, an dreh Monate daselbst aufhalten mußte, trug man mir mit allem Ernst und unter mancherley Verheissungen, die durch den Tod des seligen D. Rau, vor kurzen erledigte Stelle der Profeßion, in den morgenläudischen Sprachen und der Gottesgelahrtheit, an. Ich hatte aber keine Freudigkeit, sie damals anzunehmen, weil ich bei meinen Reise-Gefährten noch nicht so viel Muth bemerkete, daß sie in einer etwa vorkommenden Attaque mit scharfsinnigen Rabbinen, hätten an die Spitze treten können; noch mehr fand ich bei meiner Zurückknnst die Nothwendigkeit der Beharrung beym Jnstituto: denn meine Reise-Gefährten verließen mich alle. Herr Henzenius wurde abgerufen, seinem schwächlichen Vater, dem Stifts-Prediger zu Fischbeck, beyzustehen; Hr. Bleßing wurde Prediger im Anhaltischen; und Herr Muthmann Hofcapellan zu Grünstadt, in der Pfalz. Nun war ich wieder allein. Aber nach Pfingsten 1746 führte mir Gott einen frommen Studiosum aus Königsberg zu, Namens Bennewitz, mit diesem reifete ich Ao. 1746 über Frankfurt am Mahn nach Hessen und Westphalen,

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