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Dibre Emeth · 1877-01-01 · 5-6 (1877) · page 18

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
33 (1877)
Issue
5-6 (1877)
Date
1877-01-01
Page
– (sequence 18)
Language
German
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82 für die Bücher und das Gehörte trat er dann seine Rückreise an und lud uns dringend ein, nach Semien zu kommen, um die vielen Falaschas, die dort wohnen, zu unterrichten. Aus Nah und Fern kommen Falaschas und Christen zu uns und holen Bücher. Es sind dies Gelegenheiten, wo wir die Leute einen oder mehrere Tage bei uns haben und ihnen den vollen Heilsweg verkündigen können. Wenn nur die politischen Zustände bessere wären, unser Volk ist für's Evangelium ziemlich offen. Als Dembea auf königlichen Befehl von den Soldaten ausgeplündert wurde, betraf auch uns dies Unheil. Wir gingen zu dem General, erhielten aber keinen Schutz. Nicht allein die Frucht, welche wir für den Winter gekauft hatten, wurde uns weggenommen, sondern auch unsere Hemden und Taschentücher. Hier zu Lande heißt es eben immer: Gieb her! Dagegen: Hier hast du etwas! sagt Niemand. Unsere Wohnung war Tag und Nacht voll Soldaten, so daß es uns an Raum fehlte zum Sitzen oder zum Stehen. Ich, Samani, leide sehr an Wunden, wie ich Ihnen schon das letzte Mal schrieb. Ich gebrauche unseres Landes Arznei, bisher aber ohne Erfolg. Ost habe ich große Schmerzen; doch kann ich immer noch thätig sein. Mein Herz brennt vor Verlangen, daß mein Volk das Evangelium von Christo annehmen möchte. Am 16. Septbr. 1875 hatten wir die Freude, nach vorangegangenem Unterricht 5 Seelen durch die Taufe der christlichen Kirche einzuverleiben; es sind zwei Schwestern von Samani, die eine mit ihrem Sohne, ein Bruder von Agasche und unsere Magd. Mögen sie die empfangene Taufgnade treu benützen und stark werden im Glauben an unfern HErrn Jesum, daß sie von ihm einmal als die Seinen erkannt werden. Und nun bitten wir Sie und alle unsere Freunde, uns in unserer Arbeit auch ferner mit Ihren Gebeten zu unterstützen und zu fördern. Gern würden wir mehr und öfters schreiben, aber Sie wissen ja selbst, mit welchen Gefahren das Briesschreiben bei uns verknüpft ist. Man ist immer von Spionen umgeben. Die Gnade unsers Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des heiligen Geistes sei mit uns Allen. Amen. Geschrieben von Ihren in Wahrheit gehorsamen geistigen Söhnen Samani. Ugasche."

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