Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 33 (1877)
- Issue
- 3-4 (1877)
- Date
- 1877-01-01
- Page
- – (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
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des Evangeliums unter den Juden Mt sich bringt, mit Freuden zu ertragen und dem Herrn treu zu bleiben bis an's Ende. Seine letzten Worte waren: „O Herr Jesu, ich übergebe meine Seele in Deine Hände!" Von unserer Station Asoso und unserer Arbeit möchte ich Ihnen noch Folgendes mittheilen: Wie ich Ihnen früher geschrieben, machten wir viele kleinere und größere Missionspredigtreisen. Die Erfahrungen, welche wir machten, sind gar verschieden. Ein Theil der Juden hörte uns still an, während Andere nicht hörten, sondern schimpften und schmähten. Zum Preise Gottes dürfen wir es aber bekennen, daß unsere Arbeit nicht vergeblich gewesen ist. Der 15. Januar 1876 war für uns ein großer Fest-, Freuden- und Danktag. Zehn gläubige Juden und Jüdinnen konnten an demselben getauft werden. — Die Getauften sind: Der Maurermeister Sahelu mit seinem Sohn, der Zimmermstr. Engeda mit seiner Frau und vier Kindern, bie. fromme und gottessürchtige Wittwe des verstorbenen königlichen Bauinspektors Jerusalem mit ihrem Sohne. Alle Zehn gehören dem Dorfe Abora an. Wir danken Gott und beten Ihn an, daß Er nach und nach unsre Arbeit segnet und gelingen läßt zur Rettung armer Seelen. Ein Uebelstand ist, daß diese getauften Falascha nie lesen lernten. Ihre Kinder besuchen unsere Schule. Die Alten haben Jesüm Christum in ihr Herz ausgenommen und glauben an Ihn als ihren Heiland und Erlöser. Alle Sonntage kommen sie regelmäßig die 1% Stunde gelaufen auf unsere Station, um den Gottesdiensten beizuwohnen. An den Wochentagen kommen sie bald zu uns, oder wir zu ihnen, wo wir miteinander Gottes Wort lesen und beten. Die Gebetsstunde am Mittwoch Abend ist für uns Alle ein großer Segen. Viele sind der Falascha und Christen, welche in unserer Wohnung die Tage zubringen, um Gottes Wort zu lesen und zu hören. Masche." Bon Br. Aragawi: Ich bete den Herrn an, dem alle Ehre gebühret, daß Er bisher alle Tage bei uns war. Seine Erbarmung und Liebe war bis heute immer mit und bei uns. Obgleich im vergangene« Jahre die politischen Verhältnisse für unsere Misiionsarbeit sehr