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Dibre Emeth · 1877-01-01 · 3-4 (1877) · page 31

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
33 (1877)
Issue
3-4 (1877)
Date
1877-01-01
Page
– (sequence 31)
Language
German
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63 hindernd waren, unterließen wir dennoch nicht, die Judenorte «nt uns her zu besuchen und die frohe Botschaft zu verkündigen. In der Stadt Dschanker sind fünf Seelen zum Glauben gekommen und getauft worden. Aba Asqual mit seiner Frau und seinen 3 Kindern; Sie kennen ihn ja selbst. Er ist ein frommer, ehrwürdiger und verständiger Greis, der mit seinem Hause nach dem Evangelio lebt. Er hat Dschanker verlassen und sich ans unserer Station Dschenda eine Wohnung gebaut. Wir haben, Gott Lob, viele unter unfern Proselhten, welche das Wort Gottes nicht nur lieben, sondern auch darnach wandeln. Auf unsrer Station Dschenda ist ihnen täglich Gelegenheit geboten, dasselbe zu hören. Unsere Schule in Dschenda wird zahlreich von Falascha- und Christenknaben besncht. Wegen der Einquartirung der Soldaten mußten sie einige Mal unterbrochen werden; jedes Mal so lange, bis die Soldaten abmarschirt waren. Aus Furcht, die Knaben möchten von den Soldaten entführt werden, wurden sie von den Eltern zu Hause behalten. Unsere Gottesdienste an Sonntagen werden immer zahlreich besucht. Zur Zeit, als Dembea ausgeplündert wurde, mußten auch diese eingestellt werden. Wir hatten aber viel Gelegenheit, mit den Soldaten zu reden, ihnen das Wort Gottes vorzulesen und zu verkündigen, daß, wenn sie sich nicht bekehren, sie in die Hölle kommen würden. Auf Biele machte cs Eindruck. Die koptischen Priester und Debtera in Dschenda kommen täglich, um mit uns die Bibel zu lesen und zu erforschen. Ebenfalls kommen sie von der Stadt Dschanker, denselben Zweck verfolgend, zu uns. Alles dies erfreut uns und stimmt unsre Herzen zum Dank gegen den Herrn, der uns und Seinem Evangelium eine offene Thür bereitet hat. Zwei Jahre sind vorüber, daß wir keinen Brief von Ihnen und Sie keinen von uns erhalten haben konnten. Das war eine prüfungsvolle, schwere Zeit für uns; denn es vergeht ja kein Tag, an dem wir nicht unsrer lieben Freunde in Europa gedächten. Und wie oft wandelt uns ein Heimweh an, wenn wir der lieblichen Jahre gedenken, in denen wir die Gnade genossen, unter Brüdern und Schwestern leben zu dürfen. Wir sind aber dennoch dem Herrn dankbar, daß Er uns als seine Werkzeuge gebraucht hat und noch gebraucht. Außer den 5 Seelen in Dschanker konnten kürzlich in Dagusa 3 Inden getauft werden. Die Gemeinde der

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