Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 33 (1877)
- Issue
- 3-4 (1877)
- Date
- 1877-01-01
- Page
- – (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
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60 daß solches gegen das Wort Gottes sei, welches lehre: „Es ist in keinem Andern Heil und ist kein anderer Name den Menschen gegeben, darinnen sie sollen selig werden, als allein der Name Jesu!" Als die Priesterschaft dies hörte, wurde sie böse und verbot ihnen den ferneren Besuch ihrer Kirchen. Dreimal versammelte sich das Volk des Nachts in der Absicht, ihre Häuser anzuzünden; einmal wollten sie Einige mit dem Schwert erschlagen, mit Gottes Hülse sind sie aber jedesmal entronnen. Obgleich wir viele Feinde und Widersacher haben und uns viel Schmach, Spott und Verachtung um des Namens Jesu willen müssen gefallen lassen, können wir uns darüber doch nur freuen und wollen mit Gottes Beistand nicht aufhören, Posaunen der Gnade Gottes zu sein, bis das Kreuz Christi in Aethiopien siegt, und das Wort Gottes wie ein klarer Strom von einem Ende des Landes zum andern läuft, und Jedermann durch dasselbe den wahren Frieden gefunden hat. Dazu helfe uns der dreieinige Gott. Wir möchten wirken, so lange es Tag ist. Sagen Sie den lieben Missionsfreunden, sie möchten uns dabei mit ihren Gebeten unterstützen. Mein theurer Herr Flad, möchte doch bald die Zeit kommen, wo eine Heerde unter dem Einen Hirten Jesu sein wird. Seit Ihrer Abreise sind 36 Seelen in Dagusa und Dschenda getauft worden. Grüßen Sie herzlich alle meine Freunde. Wenn bessere Zeiten kommen, will ich allen schreiben. Zum Schluß wünschen wir Ihnen und allen unfern Freunden ein gesegnetes neues Jahr. Der Herr verhelfe uns dazu, daß wir nach überstandenem Erdenleiden mit einander und mit der Schaar der Seligen das große Neujahr feiern dürfen. Ihrer Fürbitte uns auch ferner empfehlend grüßen Sie und die Ihrigen in Liebe und Hochachtung W. Ilragawi. Aeötera Weroo. I. Sanöatu." Und alsdann aus Massua, 33. Dezember 1876: „Lieber Herr Flad! Die Gnade unsers Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des heiligen Geistes sei mit uns und mit Ihnen. Vor Allem sagen wir Gott Dank, daß wir die Nachricht erhielten, es gehe Ihnen wohl. Zwei Jahre hatten wir keine Nachricht von Ihnen und Sie keine von uns.