Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 33 (1877)
- Issue
- 3-4 (1877)
- Date
- 1877-01-01
- Page
- – (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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Einverständnisse mit ihm. Verdient er doch auch die höchste Anerkennung. Er bewohnt ein kleines Haus mit nur zwei Zimmern für ihn selbst und seine Frau; aber auch dieses steht jetzt auf dem Punkte einzustürzen. In der That, er, der eine hohe und angenehme Stellung eingenommen hat, ist um Christi willen arm geworden. Uebrigens steht er im Briefwechsel mit mehreren Bischöfen, Priestern und Laien der armenischen Kirche, in der ein lebhafter Wunsch, sich nach dem Vorbilde der Kirche von England zu reformiren, erwacht ist, ein Wunsch, der, wie ich sicher hoffe, auch zur Verwirklichung gelangen wird." Bischof Gobat hat übrigens während des vergangenen Jahres einige Monate in der Schweiz und England zugebracht, wo er die Lage der evangelischen Kirche in Palästina und dem Orient überhaupt vielfach zur Sprache gebracht und herzliche Unterstützung gefunden hat. Seine Hand greift auch weiter bis nach Aegypten hin, in welchem Lande zumal die Amerikanischen Presbyterianer unter den dortigen Kopten große Erfolge zu verzeichnen haben. Und so wird die evangelische Kirche des heiligen Landes eine treue Freundin und Gehilfin für alle evangelischen Bestrebungen in den asiatischen und afrikanischen Grenzländern Palästinas. Man sieht, unsere Kirche hat und gewinnt unter allen Schwierigkeiten doch ihre besondere Bedeutung für den Orient. Im Weiteren sind die griechischen und armenischen Schismatiker zahlreich, haben ein eigenes Klostergebäude in Jerusalem, ohne sich weiter im öffentlich kirchlichen Leben bemerkbar zu machen. Endlich haben wir immer eine Anzahl Chiliasten von allerlei und oft der sonderbarsten Art, die da glauben, in Jerusalem auf den HErrn warten, Ihn rufen. Ihm posaunen. Ihm sein hölzernes Kreuz umhertragen zu müssen rc. Diese überspannten Leute werden manchmal eine Plage und müssen als Schwache, Irrende getragen werden. Die Juden sind circa 24,000 im Land ihrer Väter und in steter Beweglichkeit mit Zu- und Abgang, doch war in der letzten Zeit der Zuzug besonders aus Rußland viel bedeutender, als der Abgang und hat sich auf 1000 bis 1200 Seelen im Jahr belaufen. Sie vertheilen sich nur auf 6 Städte im Lande, und es wohnen in Jerusalem circa 13,500, in Safed circa 5000, in Hebron circa 1000, in Jaffa circa 1000, in Liberias circa 2200, in Haifa circa 1000 Seelen.