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Dibre Emeth · 1877-01-01 · 3-4 (1877) · page 19

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
33 (1877)
Issue
3-4 (1877)
Date
1877-01-01
Page
– (sequence 19)
Language
German
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51 weil ihm der Tod dafür bevorstehen würde, zum Christenthum überzutreten wagt, so ist unser Werk unter denselben nur ein vorbereitendes. Die andere Missionsstation ist Aintab in Cilicien mit einer Gemeinde Eingeborener von mehreren hundert Seelen, deren Pastor der demüthige und glaubenstreue Bischof Megherditsch, früher armenischer Erzbischof von Cilicien, ist. Jahrelang sind sie schrecklich verfolgt und sind behandelt worden, als stünden sie außerhalb der Gesetze, hauptsächlich, weil ein früherer armenischer Bischof an ihrer Spitze steht. Als jüngst der Bischof in Konstantinopel war, schrieben sie ihm; aber da einer derselben den Brief auf die Post trug, las der Postmeister, ein Armenier, ihn und zerriß ihn in Stücke; der Gouverneur aber, bei dem sie sich beklagten, gab ihnen zur Antwort, daß sie kein Recht auf Schutz hätten, und trieb sie von sich wie Hunde. Sie mußten höhere Abgaben als andere Christen bezahlen, und zweimal verbot man ihnen, nachdem sie ein Lokal für ihre Gottesdienste gemiethet, bezahlt und ausgebessert hatten, unter den lächerlichsten Vorwänden den Gebrauch desselben. „Zuletzt sandte mir, berichtet Bischof Gobat, ein englischer Geistlicher, der von diesen Störungen hörte, 1000 Pfund Sterling zur Erbauung einer Kirche, die etwa 1000 Personen fassen kann. Unter Mithilfe des Britischen Konsuls von Aleppo wurde ein Grundstück gekauft und sogleich mit dem Bau begonnen. Als aber das Fundament gelegt und der Bau bis zur Höhe des Erdbodens ausgesührt war, hielt man die Weiterführung desselben unter dem Borgeben aus, daß sich das Gebäude einer Moschee zu nahe befände, und wir einen Ferman der hohen Pforte haben müßten, der zuerst unter dem gleichen Vorwände verweigert wurde. Als dann aber nach langem Schriftenwechsel bewiesen wurde, daß die Entfernung uns ein gesetzliches Recht zur Weiterführung des Baues gab, erhob man andere Einwände. Länger als 4 Jahre bin ich genöthigt gewesen, den Kampf zu kämpfen; ich ließ dem Britischen Gesandten keine Ruhe, bis er endlich vor 6 Monaten den Ferman erlangte, der uns zum Bau der Kirche ermächtigte. Und nun hat der liebe Bischof denselben' wieder ausgenommen, fest überzeugt, daß, sobald das Haus fertig sein wird, es sich bald mit Andächtigen füllen werde. Die (amerikanischen) Kongregationalisten, die ftüher dem Bischöfe Opposition machten, arbeiten jetzt im herzlichen 4*

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