Mannheim
Compact Memory

Dibre Emeth · 1877-01-01 · 3-4 (1877) · page 18

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
33 (1877)
Issue
3-4 (1877)
Date
1877-01-01
Page
– (sequence 18)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2554541-2554836-2554839--06742-2562737
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

tz-lk für die ganze Welt dort festzusetzen und auszubreite« und unter dem auf diesem Glauben besonders ruhenden Segen Gottes das Kommen des Herrn und die mit demselben verbundenen herrlichen Zustände herbeizuführen, gab ihnen den Muth, die Heimath zu verlassen und in geordneter, gut geleiteter Einwanderung hierherzuziehen. Daß sie über die Richtigkeit dieser Anschauung ganz klar sind, ist nöthiger als ein Streiten darüber, denn diese Klarheit braucht man hier in der Hitze der Anfechtung, während es Unbetheiligten leichter ist zu warten, ob und bis der Erfolg den Glauben krönt. Es sind eine Reihe frommer und strebsamer Männer unter ihnen, die unserem Volk ein Segen sein werden, wenn sie auch nicht die Pflicht einer direkten Mission unter ihnen fühlen. Neuerdings ist der Fanatismus der Muhamedaner gegen sie erwacht; und nur das schnelle Einschreiten der deutschen Regierung hat Mord und Plünderung von ihnen abgewandt. Sodann sind es die Quäker aus England und Amerika, welche bekanntlich gerne durch Schulen zu evangelisiren suchen und unter zwei Leitern in Dschisna, Birseth, Ramleh, Lydda, Gasa und um Brumana am Libanon sich in das Gebiet anderer Missionen eingeschlichen und Schulen errichtet haben, deren Erfolg an Gemeindegftedern noch nicht abzusehen ist. Jerusalem aber wird auch der Ausgangspunkt einer weitergehenden Misfiousthätigkeit. Von dorther sind in Asien besonders Cilicie» und Mesopotamien in Angriff genommen. Das Werk in beiden Landschaften wird hauptsächlich durch einen von Bischof Gobat ordinirten, bekehrten Armenier Earabet Stephan ausgeführt. Derselbe besucht und bedient mehrere Gemeinden eingeborener Protestanten um Diarbekir. Vor Allem aber predigt er das Evangelium an sehr verschiedenen Orten den Juden und den Muhamedanern, wofür er eine bedeutende Gabe besitzt. Im Allgemeine» findet er gute Aufnahme, zumal unter den unwissenden, wilden Kurden, die ihn in ihre Häuser aufnehmen und des Abends zusammeukommen, um ihn das Wort Gottes vorlesen und erklären zu hören, wobei sie denn häufig bis in die tiefe Nacht hinein dableiben und immer noch mehr zu hören wünschen. An manchen Orten begegnet er jedoch bitterer Feindschaft und Drohungen von Seiten der Mrchamedaner. Und da in dm Provinzen kein Moslem,

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.