Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 33 (1877)
- Issue
- 3-4 (1877)
- Date
- 1877-01-01
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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46 auch der Mission gedient; in Bethlehem ein Missionshaus mit Kirchensaal, 2 Schulen, eine Schule in dem nahen Beitschala und eine in Beitsachur mit einem neu geöffneten Bibelladen; — in Ramallah, Dschifna, Birseth und Tajebeh je eine Schule, ebenso eine solche in Ramleh und Lydda und 2 in Jaffa; in Nablus ein Anfang eines Kirchenbaues, 2 Schulen und 3 in nahen Außenstationen. In Essalt (Gilead) Kirchensaal und Schule; in Nazareth 1 Kirche, 2 Schulen, 1 Waisenhaus für Mädchen und mehrere Schulen in der Umgegend; auch eine Schule in Acco. Aber diese Schulen sind von Kindern jeder Religionsgesellschaft im Lande besucht. Nachdem Herr Bischof Gobat seine Missionsthätigkeit und seine Missionsposten an die englisch-kirchliche Missionsgesellschaft abgegeben hat, besitzt diese den größten Antheil an der Mission im heiligen Land, und es stehen in ihrem Bereich bedeutende Veränderungen und Verstärkungen bevor." Ueber dieses ganze evangelische Missionsgebiet und die gegenwärtige schwierige Lage desselben berichtet Bischof Gobat in seinem jüngsten Jahresbriefe wiederum Ausführlicheres. Er schreibt: „Die früheren Male war ich so glücklich, über einen Fortschritt in dem Werke der Kirche und Mission in diesem Lande zu berichten; jetzt aber zwingt mich die Wahrheit, zu bekennen, daß wir unter chea gegenwärtigen Schwierigkeiten, Widerstand und Unterdrückung in mannigfacher Beziehung Boden verloren haben. So senden die Muhamedaner in Folge des unter ihnen wiedererwachenden Fanatismus weniger Kinder in unsere Schulen, und in Nablus' hat der Pascha ausdrücklich dem Missionarverboten, muhamedanische Mädchen in unsere Schule aufzunehmen, außerdem aber eine Strafe von 200 Mark aus die Eltern gelegt, die es sich herausnehmeu sollten, ihren Töchtern den Besuch derselben zu gestatten; während die Muhamedaner in Lydda, anstatt noch ferner 35—40 Kinder in die dortigen Schulen zu schicken, den Lehrer derselben beleidigt haben. Auf der anderen Seite haben die Griechen Schulen in Nablus und Nazareth eröffnet, wo sie denn auch, da sie den armen Kindern noch Geld für den Schulbesuch geben, den Erfolg gehabt haben, eine Anzahl von Kindern aus unfern Schulen zu den ihrigen herüberzuziehen. Dennoch hoffen wir, da manche Eltern den Vorzug unserer Bibelschulen wahrzunehmen beginnen, daß dieser Ausfall nicht von lauger Dauer sein werde. Früher wenigstens brachten