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Dibre Emeth · 1877-01-01 · 3-4 (1877) · page 13

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
33 (1877)
Issue
3-4 (1877)
Date
1877-01-01
Page
– (sequence 13)
Language
German
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45 Sie besitzt die große Doppelkirche mit dem ausgedehnten Kloster zu St. Jakob auf Zion, hat dort außerhalb der Stadtmauer nebe» den andern Christenparteien auch ihren Begräbnißplatz mit kleiner Kirche Und die unterirdische Marienkirche im Kidronthal mit den Griechen gemeinsam und gute Kloster- und Gemeindeschule mit Predigerseminar. Auswärtig hat sie ein Kloster in Bethlehem, wie in Ramleh und Jaffa, die mehr nur für die Zwecke ihrer vielen Pilger bestehen und um welche sich ihre kleinen Gemeinden mit höchstens 1500 Gliedern schaaren. Sie ist wie die griechische Kirche dem Worte Gottes mehr zugeneigt, gestattet den Laien den Gebrauch des Neuen Testamentes und war genöthigt, die verfälschte Uebersetzung desselben mit einer bessern zu vertauschen. Die koptische und syrische Kirche mit je einem Kloster sammt Kirche, einem bescheidenen Antheil an der Grabeskirche in Jerusalem und einer kleinen Gemeinde in Jaffa, alle zusammen nur ein paar hundert Seelen, zu denen auch die hierhergereisten Abessinier gehören, leben kümmerlich und verschwinden außer der Pilgerzeit unter den andern Christen. Die Kopten in Jaffa, größtentheils herübergezogene Eghpter, führen mehr ein verkommenes Leben, obwohl sie nicht ohne priesterliche Pflege gelassen sind. Die protestantische Kirche im Land ist eine Missionskirche und zählt höchstens 1500 Seelen; sie sind alle in den Kircheneinrichtungen darin verschieden, daß einige dem englisch-, andere dem deutsch-evangelischen Ritus folgen. Die Landeskinder ziehen den englischen vor, weil sie an den Gebrauch längerer Liturgieen, als an den Haupttheil des Gottesdienstes, von früher her gewöhnt sind. Sie haben ihre Arbeit 1830 sehr bescheiden unter den Juden in Jerusalem begonnen, dieselbe hat sich von 1840 an durch Errichtung des evangelischen Bisthums und der Konsulate immer befestigt und gehoben und zählt jetzt in Jerusalem von Seiten verschiedener Missionsgeseüschaften ohne ausgesprochenen Antheil an den heiligen Stätten und der Grabeskirche und ohne einen Garten Gethsemane, deren jetzt jede andere Kirche einen hat — 3 Kirchen, 5 Schulen, ein Knaben-Waisenhaus, eine Mädchen- Erziehungsanstalt, ein Aussätzigenhaus, 2 Hospitäler mit Polyklinik, ein Kinderhospital und ein Hospiz, neben 2 offenen Bibeldepots und dem großen Geschäftshaus „C. F. Spittler", welches bisher

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