Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 33 (1877)
- Issue
- 3-4 (1877)
- Date
- 1877-01-01
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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Mentioned entities
- Haifa 1× ep/1047930
- Hebron 1× ep/1047559
- Lod 1× ep/1045074
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begnügen sich mit Versorgung und stiller Pflege ihrer Gemeinden, und zwei haben dafür ihre Predigerseminare, die Griechen im Kreuzkloster bei Jerusalem, die Armenier zu St. Jakob in Jerusalem selbst. Die römischen und protestantischen Gemeinden dagegen sind mit Ausnahme der älteren Katholiken in Jerusalem, Bethlehem, Jaffa und Nazareth Missionsgemeinden und wollen diesen Charakter tragen, mit Ausnahme der deutschen, eingewanderten Tempelgemeinden in Jaffa, Jerusalem und Haifa. Diese sind durch Zuzug aus Europa und Amerika, die Katholiken und Protestanten durch ihre Missionen in stetigem Wachsen begriffen, während die andern an Zahl abnehmen. Jede derselben ist mit einer Druckerei versehen, welche ihren Zwecken dient. Eine Kirchenverwaltung nöthigt durch ihre Thätigkeit die andern zu mehr Eifer und darum zur Hebung ihrer Glieder, und das ist die Lichtseite dieser gewaltigen Konkurrenz von 5, 6 Kirchengemeinschaften unter nur 25,000 Christen, von denen der griechischen Kirche c. 15,500 angehören. Diese hat 5 Kirchen und Klöster in und bei Jerusalem, je eines in Bethlehem, im Kidronthal, Ramleh, Gaza, Jaffa, Nablus und Nazareth, und mit ihren Kirchen auf dem Lande, in Beitschala, Chater, Ramallah, Dschisna, Lydda, Karek und Salt, immer eine kleine klösterliche Einrichtung für einige Mönche verbunden. In den meisten ihrer Gemeinden finden sie sich jetzt auch genöthigt, Schulen einzurichten. Da sie übrigens das Wort Gottes in ihren Gemeinden zulassen. Neues Testament und Psalmen sogar empfehlen, so stehen sie der Wahrheit näher als die römischen Katholiken. Im Anschluß an sie hat die russische Kirche ihr stattliches Neu - Jerusalem mit Kirche, Klöstern und Pilgerhäusern, ihre Mädchenerziehungsanstalt in Beitschala, ihr Hospiz bei der Abrahamseiche in Hebron, das romantische Kloster Marsaba im Kidronthal und die Kirchen- und Klosterniederlassung auf dem Berge Tabor in Galiläa als wichtige Pilgerstationen und Herbergen mit den Griechen gemeinsam, während sie von der Idee, einen russischen Patriarchen in Jerusalem zu setzen, abgekommen zu sein scheint. Die römische, eine Missionskirche hier mit circa 5000 Bekennern, hatte ursprünglich nur die kleinen Klostergemeinden der Franziskaner in Jerusalem, Bethlehem, Jaffa, Ramleh und Nazareth, wo sie jetzt auch Klöster, Kircheneigenthum und Pilgerherbergen besitzen.