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Dibre Emeth · 1877-01-01 · 3-4 (1877) · page 9

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
33 (1877)
Issue
3-4 (1877)
Date
1877-01-01
Page
– (sequence 9)
Language
German
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41 der Christen. Die Zölle sind mäßig und für Niemand drückend, seit voriges Jahr die lästigen Binnenzölle aufgehoben wurden. Was bei der Erhebung unregelmäßiges vorgeht, fällt den Beamten zur Last. Zu den indirekten Abgaben sind die lästigen Frohnden zu rechnen, zu denen bisher ohne Rücksicht jeder Nächste herbeigezogcn wurde, welcher dazu paßte. Jede Dislokation von Militär, alles, was sonst die Regierung zu befördern hat, bringt ein Pfänden aller tauglichen Kameele, Maulthiere und Esel öfters auf eine ganze Woche mit sich, bis an einem bestimmten Orte so viele Thicre mit ihren Führern zusammenliegen, als man zu den Lasten braucht. Dann müssen sie dieselben führen, ob 1—2 oder 3 Wochen, wie es verlangt wird. Landstraßen - Arbeiten werden den Dörfern stückweise zugetheilt, ob sie nahe oder 4, 6, 8 Stunden entfernt liegen. Bedürfnisse an Kalk, Asche, Bausteinen, Holz werden nach Bedürfniß einfach auf die Dörfer umgelegt, und Niemand darf sich beschweren. Was die Entwickelung der Civilisation anbetrifft, so hat zunächst unser Volk viel Lust zum Handel, und cs ist dies fast die einzige höhere Stufe des Lebens, welche der strebsame Mann vor sich zu haben glaubt; daher die Ueberzahl von Krämern und Kaufleuten in den Städten, die den Kleinhandel betreiben, von denen manche sich zu Großhändlern aufschwingen und in den Küstenstädten besonders in Getreide und Oel bedeutende Geschäfte machen. Gewerbe und Fabrikation beschränken sich auf die nächsten kleinen Bedürfnisse des Lebens der Landleute und find, wie oben bemerkt, sehr unvollkommen. Für europäische Bedürfnisse taugt die unvollkommene Arbeit nicht, und es sind nur Ausnahmen, wenn ein Arbeiter sich um größere Vollkommenheit bemüht. Jerusalem ist bekannt durch seine durch Europäer vervollkommneten Arbeiten in Oelholzwaaren und Malerei von Heiligenbildern, welchen sich viele Glieder der griechischen Kirche hingeben; Bethlehem durch Perlmutterwaaren von Rosenkränzen, Kreuzen, Bildern rc., wie sie für Katholiken durch Versandt und Pilger in alle Welt hinausgehen; Hebron durch seine Gerberei von Wasscrschläuchen; Nablus und Jerusalem durch seine Seifensiedereien. Diese Produkte werden auch ausgeführt und meistens per Kameelfracht an das Meer gebracht; denn wir haben nur eine Landstraße zwischen

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