Mannheim
Compact Memory

Dibre Emeth · 1877-01-01 · 1-2 (1877) · page 31

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
33 (1877)
Issue
1-2 (1877)
Date
1877-01-01
Page
– (sequence 31)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
97% known words query
IRI
…/2554541-2554836-2554838--06722-2562716
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

31 macht mir gute Hoffnung. Ich stehe mit seinem Bruder in Korrespondenz, dessen Briese in der Thal niemals ohne Erbauung gelesen werden können, wegen der in denselben herrschenden gründlichen, soliden und christlichen Gesinnungen. Diesen erwarte ich nebst einem Knaben noch in London, um sie alsdann zusammen durch die Taufe in die Gemeinschaft der christlichen Kirche zu führen. Durch diese Personen bin ich denn auch mit einer ziemlich großen Gesellschaft von Juden bekannt geworden, die heimlich in der Nacht zusammenkommen und sich mit einander sowohl aus dem Neuen Testamente erbauen, als auch durch Gebet zu dem Erlöser der Welt zu ermuntern suchen. Es scheint, als ob die herrliche Zeit der Erlösung Israels näher rückt. Meine Seele freut sich darauf und wartet darauf mit Verlangen!" Jedesfalls ist das große Judenmissionswerk Englands die schönste und bleibende Frucht der Arbeit der Hallischen Missionare und auch Burgmanns in London. Nur so weit begleiten wir an dieser Stelle den Mann, der 1795 starb. Er hat reichlich gesäet; und daß er reichlich geerntet wird ihm noch heute an den Stätten bezeugt, an denen er gearbeitet hat. Die Judenmission aber nennt ihn mit Freuden und Dank einen der Ihrigen. Äus -er Literatur. Salomon Waimon von 1)r. Witte. Berlin, Verlag von Meklenburg. 1876. Die Biographie S. Maimons von Dr. Witte ist ein dankenswerther Beitrag zur Charakterisirung jener Uebergangsperiode, in welche das rabbinische Judenthum nach der Mitte des vorigen Jahrhunderts trat. Maimon, ein Russe von Geburt und ausgewachsen in den trüben Verhältnissen der damaligen Juden, hatte, wie so viele seiner damaligen Glaubensgenossen, weder in der talmudischen noch in der chasidischen Gelehrsamkeit fernerhin das Ideal erblicken können, welches die wahre Befriedigung zu geben vermöchte. Dem Judcnthume fehlte damals vielmehr in beiden Formen bereits zu sehr der eigentlich religiöse Gehalt, als daß es fragenden Geistern ein hinreichendes Genüge bieten konnte. Die Leere aber empfand Maimon so stark, daß er, selbst seine Familie verlassend, in die Ferne zog, um das zu finden, was ihm fehlte. Er kam nach

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.