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Dibre Emeth · 1877-01-01 · 1-2 (1877) · page 32

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
33 (1877)
Issue
1-2 (1877)
Date
1877-01-01
Page
– (sequence 32)
Language
German
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u Deutschland. Hier lernte er die moderne Wissenschaft und die christliche Kultur kennen, und das Außengewand beider zog ihn so an, daß er fortan in ihnen das rechte Heil gefunden zu haben glaubte. Die talmudische Schulung und die natürliche Begabung Maimons machten es ihm auch leicht, sich die neuen Gebiete zu erobern; zuletzt wurde er gar selbst einer der Führer auf diesem Felde und gehört zu den bedeutendsten Vorläufern der nachmaligen Hegel-Schelling'schen Philosophie. Der Mensch selbst wurde freilich über dem Allen nicht um ein Haar breit ein anderer. Dr. W. versucht cs vergeblich, die Charakterschwächen Maimons zu mildern; er blieb ein unruhiger, innerlich unordentlicher Geist ohne sittlichen Halt und wahres Pflichtgefühl. Nur der treue Ernst eines lutherischen Pastors hielt ihn vom Ucbertritt zum Christenthum, den er aus eigennützigen Absichten vollziehen wollte, ab. — Zugleich aber ist er eins der schlagendsten Beispiele dafür, wie wenig die christliche Kultur die Juden im Allgemeinen dem Christenthume selbst positiv nahe zu bringen oder, um das bekannte Wort zu gebrauchen, Judenthum und Christenthum mit einander zu versöhnen und zu höherer Einheit zusammen zu fassen vermag. M., der mit dem talmudischen Wesen völlig brach und der Religion nur eine im Grunde lediglich formale Verstandcsbedentung ließ, erhebt trotzdem „das Judcnthum" über Alles und will diesem allein, unter dem Titel der „natürlichen Religion", die Bedeutung einer wirklichen Religion zusprechcn. Der Sclbstrnhm und das Selbstgenügen ist das Einzige, was M. aus dem Früheren noch mit herübernimmt — und eben dasselbe gilt für das gesammte Kulturjudenthum von jener Zeit ab. Einen religiösen und sittlichen Fortschritt bezeichnet dasselbe in keiner Weise. Inhalt: An der Wende der Zeiten. — Abhssinien. — Johann Gustav Burgmann. — Aus der Literatur. Bei J.-M. Flad sind eingegangen für die Falascha-Mission: Br. B. in K. 1 Mk. K. in R. 6 Mk. N. 'B. 2 Mk. Stdt.-Pfr. W. in H. 80 Mk. Geschw. R. in H. 12 Mk. Dek. H. in M. 13 M. Für die Judenmission: P. S. in K. 30 M. Pfr. W. in M. 21 Mk. 51 Pf. Gott vergelt's! In Breslau sind von Auswärts eingegangen: D. A. 4 M. Rentier L. in P. 4 M. Herzlichen Dank den lieben Gebern!_ Preis des Jahrgangs 1 Mark. Briefe und Liebesgaben für die Indem Mission sende man gefälligst an „Pastor d e l e R o i, Breslau, Grün-Straße 20". Zn Commission: Carl Dnlfer's Verlag in Breslau. 2, ruck der Schreideryau-Mesdorfer Rettungs-Anstalten. (Liesdorf bet Knhnern.)'

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