Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 33 (1877)
- Issue
- 1-2 (1877)
- Date
- 1877-01-01
- Page
- – (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
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25 werde, sondern nur von seinem Amte. Danach brachten sie verschiedene Einwürfe wider das N. T. vor, die meisten waren bekannt. Einer äußerte: Wenn die Apostel Männer gewesen wären, ans welchen der Geist des Herrn geruht hätte, so hätten sie nicht sündigen dürfen; doch finde man im N. T., wie er es noch vor etlichen Tagen gelesen, daß sich die Jünger auf dem Wege gezankt hätten. Ich wies ihn auf das Beispiel Moses beim Schlagen des Felsen und auf den Propheten Jonas, und schloß dann die Unterhaltung mit ernster Mahnung, dem h. Geiste nicht zu widerstreben. Wir gingen mit Segenswünschen auseinander, nachdem wir von 3 bis 7 7-ä Uhr beisammen gewesen waren. Beim Weggehen frug ich den Hausvater, wie viel ich schuldig sei? Er sagte mir: 4 Kreuzer. Hierauf bat ich ihn, mir 4 Kreuzer zu leihen, damit ich ihn bezahlen könnte. Die Inden horchten. Der Hausvater dachte, ich wollte cs geschenkt haben, und sagte, cs wäre gut, er verlange nichts. Ich bestand aber auf der Bezahlung. Endlich gab er mir die 4 Kreuzer und nun bezahlte ich ihn mit denselben. Die Juden lachten. Ich aber sagte ihnen: Seht, wie närrisch euch das vorkommt, so närrisch muß es auch in den Augen Gottes sein, wenn ihr ihm durch Tphillim, Tamcs und Zdoke den Himmel abkausen wollt. Ihm gehört ja Alles, und es kommt eben so heraus, wie ich es jetzt mit euch gemacht habe. — Darauf bezahlte ich nun wirklich den Mann, und so gingen wir fort. Herr, laß das Licht deiner Erkenntniß über ihnen aufgehen. Amen!" 1764 finden mir Burgmann zunächst am Main und Rhein. Den Frankfurter Juden tritt er besonders ernst nahe, muß ihnen aber freilich vortverfen, daß sie vor Anderen ein trauriges Leben führten. Um so mehr hält er an sich, die Perle nicht in den Staub zu werfen. Als ihn eines Tages mehrere Juden um Bücher bitten, erklärt er ihnen, daß er ihnen keine geben wolle, denn: „sie wären ihnen unnütz, weil sie dieselben doch nur wegwürfen, und ich nicht wolle, daß sie sich damit versündigten. Sie betheuerten aber, daß dergleichen nicht geschähe. Und weil sie nun auf mich losstürmten, so theilte ich endlich unter ihnen aus, bis ich auch nicht ein einziges Exemplar übrig behielt." Am Nachmittag aber geht er wieder ans, seine Arbeit an den Juden zu thun. „Ich stellte mich ans die Sachsenhäuser Brücke und sah daselbst, wie die Steinmetzen mit vieler Mühe zur Erbauung eines Hauses die Steine