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Dibre Emeth · 1877-01-01 · 1-2 (1877) · page 24

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
33 (1877)
Issue
1-2 (1877)
Date
1877-01-01
Page
– (sequence 24)
Language
German
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24 unser gnädiger Gott sein. Dieser Bund wird anfhörcn in den Tagen des Messias. Warum? Lest nur weiter V. 34, da stcht's: „Sie werden alle mit einander Gott fürchten". Und also wird der Bund und die Bedingung nicht mehr nöthig sein. Also seht ihr wohl, daß der Bund wohl aufhören wird, aber die Thora nicht, die bleibt stehen. — Die andern Juden, welche umherstanden, freuten sich über diese treffliche Erklärung und glaubten, nun hätten sie Alles gewonnen. Ich fragte aber den Rebbe, wo Mose die Thora empfangen hätte? Er antwortete: Auf dem Berge Sinai. B. fuhr fort: Gut, jetzt frage ich euch, was das heißen soll Micha 4, 2: „Von Zion wird ausgehcn die Thora"? Zu wiederholten Malen rief ich ihnen zu, wo denn nun die Thora in Zion sei? So sehr sie vorher frohlockt hatten, so bestürzt waren sie nun. Sie nahmen nach einander die Bibel und lasen den Spruch, schlugen auch den Raschi nach, kamen aber zu einem Brunnen, in dem kein Wasser war. Während ich dies nun bespreche, tritt Meuter ein. Alle Juden schrieen: Da ist der Reisegefährte! Dies war aber durch Gottes Fügung geschehen, da er nicht wußte, wo ich geblieben war. Mir war es lieb, daß er kam, denn der Juden waren zu viele, so daß ich Hilfe nöthig hatte. Wir setzten uns alle nieder. Ein Haufe gesellte sich zu Herrn Meuter, der andere kam zu mir, und so fuhren wir in unseren Gesprächen fort. Sie blieben auch, als der Schulklöpper in die Synagoge rief, um unsertwillen zu Hause und verrichteten das Abendgebet. R. Sulzbach sagte zu mir, Gott habe doch keinen Menschen auf Erden lieber gehabt wie Mosen, denn er habe mit ihm von Mund zu Mund geredet, und dessen können sich Andere nicht rühmen. Ich führte deshalb die Unterhaltung auf 5. Mose 18 und redete von der Verwerfung „des Propheten wie Mose." Ich belehrte sie aus dem Leben Jesu, welches ich in Kürze vortrug, daß Gott mit ihm ebenfalls auch im Stande seiner Erniedrigung von Angesicht zu Angesicht geredet habe. Ich führte sie aber auch auf ihre Zerstreuung und wies als Grund derselben die Verwerfung dieses Propheten nach. R. Sulzbach wendete mir ein: Jesus von Nazareth könne dieser verheißene Prophet nicht sein, weil er sonst wie Mose Vater und Mutter gehabt haben müßte, was wir ja von Jesu leugneten. Ich zeigte ihm aber, daß hier gar nicht von der Art und Weise der Geburt des Messias geredet

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