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Dibre Emeth · 1877-01-01 · 1-2 (1877) · page 17

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
33 (1877)
Issue
1-2 (1877)
Date
1877-01-01
Page
– (sequence 17)
Language
German
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11 verstehst zu wenig Hebräisch. Antwort: Das ist wahr; allein ich antworte: Ich werde mich von nun an mit allem Ernst darauf legen, und Gott wird schon Gnade dazu geben, daß ich gegen den Herbst darin ziemliche Fortschritte gemacht haben werde, besonders da ich nicht ganz unwissend darin bin. Da mein Vorsatz so ernstlich als rechtmäßig ist, so wird auch Gott gewiß seinen Segen dazu geben. Zum Führer bin ich freilich nicht geschickt, und dies werden Sie auch von mir nicht verlangen. Bin ich also im Anfänge gleichsam nur ein bloßer Zuhörer, so kann ich bei einer mittelmäßigen Erkenntniß durch die Gnade Gottes und die Unterweisung meines Gehilfen, der freilich geschickter sein muß als ich, mich vervollkonnunen. Und die Ucbung thut sehr Vieles. Was meine Leibesbeschaffenheit anbetrifft, so hoffe ich, daß dieselbe so beschaffen ist, die Beschwerlichkeiten der Reise zu überstehen. Der innerliche Trieb und der Beistand Gottes, der den Schwachen stärkt, wird Alles überwinden. Die Einwilligung meiner Eltern wird etwas schwer sein, das weiß ich wohl; allein vernünftige Vorstellungen richten viel aus, und wenn sie erfahren werden, daß ich jetzt bei meinem Vorsatze (wenn Sie mich nämlich, liebster Herr Magister, annehmen wollen) verbleibe, so wird sich das Uebrige alles geben. Endlich will ich noch anmerken, daß, da ich noch jung bin, ich mich in allen Stücken, es mag sein, worin es nur will, Ihrem Befehl und der Aufsicht des Gehilfen völlig überlassen werde. Ich erwarte nur Ihre Entschließung und wünsche, daß sie günstig für mich ausfallen möge." Schultz stimmte von Herzen zu und trat für Burgmann auch bei seinem Vater ein. Die Eltern stellten sich ihm denn auch nicht entgegen. Die Halle'schen Missionare verpflichteten sich aber stets nur für ein Jahr, und Burgmann beabsichtigte auch allein füreinige Jahre den Missionsberuf zu übernehmen. Anfang November 1762 nun begann der jugendliche Missionar muthig und getrost seine Reisen. Dieselben erstreckten sich über die Sächsischen, Hannovcr'schen, Brandenburgischen, Rheinischen, Hessischen, Baier'schen, Würtembergischen und Badischen Gebiete in Deutschland, über die nördliche Schweiz und den Elsaß und über Holland und England. Seine erste Reise legte ihm eine harte Probe auf, indem sein Gefährte Rcincrt durch eine immer ernster zu Tage tretende 3

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