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Dibre Emeth · 1877-01-01 · 1-2 (1877) · page 16

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
33 (1877)
Issue
1-2 (1877)
Date
1877-01-01
Page
– (sequence 16)
Language
German
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16 Institut, und Sie haben dies öffentlich bekannt gemacht. Hier bin ich. Ich widnie mich ganz Ihrem Dienste. Die wunderbare Führung Gottes in meinem Schicksale, der mich nach Halle gebracht hat, da dies nicht mein Sinn war; ja noch mehr, der mich zu Ihnen führte, zu einem Manne, dessen Namen, viel weniger dessen Umstände ich jemals gewußt habe, diese wunderbare Führung Gottes ist unmöglich ohne weitere Absicht gewesen. Dies habe ich beständig geglaubt, und es braucht wenig Ucbcrlegung, Solches zu erkennen. Aber noch mehr. Ein brennender und innerlicher Trieb, meine Dienste dem Institute zu weihen, ist der andere Grund, warum ich mich bei Ihnen melde. Es ist wahrlich keine jugendliche Hitze, denn ich habe es mehr als einmal durchgedacht; ich habe mich auch vor Gott geprüft, das kann ich mit Wahrheit sagen. Es ist auch keine fleischliche Absicht dabei; denn ich habe von Anfang an gewußt, daß man bei diesen Reisen kein reicher Mann werden kann; und das will ich auch nicht sein. Und wenn nichts weiter dazu erfordert würde, als diese Ucbcrzeugung, so wäre ich fertig. Aber ich erkenne meine Schwäche von allen Seiten. Ich habe genug mit mir selbst gekämpft und mir selbst alle Einwürfe gemacht, die nur möglich sind. Hier find sie: 1. Du bist noch viel zu jung an Jahren. Antwort: Es ist wahr, ich bin nur erst 18 Jahr alt, aber desto besser ist es; ich kann also meine besten Jahre Gott widmen. Timotheus war auch noch jung, aber er war deswegen ein Mann in Christo. Herr Lüdekc (einer der Missionare) war wenig älter, und das hat ihn nicht gehindert, die Berufung nach Smyrna anzunchmen. Ich bin freilich kein Timotheus, ich bin auch kein Lüdekc, aber ich werde mich doch bemühen, ihnen ähnlich zu werden. 2. Du bist noch sehr jung aus der Universität. Antwort: Ja, ich bin auf der Akademie nur 2 Jahre. Ich habe die Dogmatik zweimal gehört und sie außer der ordentlichen Wiederholung einmal durchgcleseu. Die nöthigen Philosophika habe ich auch getrieben und Hebräisch und Griechisch auch gehört. Ich bin dcßwcgcn nicht in allen Stücken vollkommen, keineswegs; allein ich bleibe bei meinen jetzigen Umständen höchstens noch ein Jahr aus der Universität. Vielleicht würde ich alsdann ein Hauslehrer wergen. Beim Jüdischen Institut habe ich allemal Gelegenheit genug zu studiren, und im Winter kann ich auch Vorlesungen hören und mich in allen Wissenschaften befestigen. 3. Der Hauptpunkt: Du

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