Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 33 (1877)
- Issue
- 1-2 (1877)
- Date
- 1877-01-01
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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13 über ihn breitend, in die Ferne begleiten mid sind der guten Zuversicht, daß der Herr ihn wicdcrbriugen wird, nachdem er ihm hat gelingen lassen, wozu er ihn ausgesandt hat. Johann Gustav Surgmann. Im Jahre 1795 starb zu Mühlheim am Rhein der dortige lutherische Pastor I. G. Burgmann, ein Mann, dessen Andenken noch heute im Rheinlaude ein gesegnetes ist. Pastor G. W. Pieper, ein Nachkomme desselben, hat eine kleine Biographie Burgmann'S veröffentlicht (Bielefeld, Velhagcn und Klasing, 1851), und der Sohn desselben, Herr Pastor Pieper in Siegburg, eben diese, sowie biographische Aufzeichnungen von der Hand Bnrgmann's und eine Sammlung seiner Predigten über den zweiten Artikel uns gütigst zur Benutzung überlassen. Außerdem aber sind die „Ferneren Nachrichten" des Callenberg'schen Instituts, hcransgcgeben von St. Schultz, nachgesehcn worden. Was uns des Mannes an dieser Stelle zu gedenken veranlaßt, ist, daß er zu seiner Zeit in thätiger Verbindung mit der Judcnmission gestanden hat. Geboren 1744 in dem Mecklenburgischen Güstrow, wo sein Vater Pastor war, zeigte er schon frühe so große Fähigkeiten und bewies einen solchen Fleiß in der Schule, daß er bereits mit 16 Jahren für die Universität reif war. Um seiner großen Jugend willen aber wollten ihn die Eltern die Hochschule noch nicht besuchen lassen. Er selbst jedoch wünschte Theologie zu stndiren, und als er nun, vom Gymnasium entlassen, Wochen lang mit Nichtsthun zubringcn mußte, entschloß er sich, der Langcuwcile und der Hemmung seiner Aussichten müde, auch ohne der Eltern Erlaubniß nach Halle zu wandern. In nächtlicher Stille packte er seine Kleider zusammen, steckte seine wenigen Sparpfennige zu sich und reiste heimlich ab. Aber die Kasse war bald erschöpft. „Zwei Tage", schreibt er, „hatte ich nichts gegessen, als ich am Pctcrsberge nahe bei Halle ankam. Ich stieg hinauf, um bei dem Prediger, der oben wohnte, Hilfe zu suchen. Dieser war verreist, und nur die Magd zu Hause. Trostlos mußte ich Weggehen. Ohne daß ich je, so viel ich mich erinnern kann, in meinem Leben etwas vom Beten aus dem Herzen, viel weniger auf den Knien gehört hatte, ergriff mich eine geheime Kraft. Ich fiel oben