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Dibre Emeth · 1877-01-01 · 1-2 (1877) · page 11

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
33 (1877)
Issue
1-2 (1877)
Date
1877-01-01
Page
– (sequence 11)
Language
German
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11 glaubten, daß alle ihre Kisten und Kasten voll Goldes und Silbers wären. Unser gnädiger Gott aber hat über ihnen gewacht und alle Pläne zu Schanden gemacht, obgleich die Missionare ihre Tage in Angst und Gefahr zubrachtcn, ja beständig zwischen Leben und Tod schwebten. Unter den eingeborenen Christen haben sie viele Feinde, besonders unter den Priestern und Debteras, von denen der eine die Ursache war, daß ihnen der neue Gouverneur alle ihre Teppiche wegnahm, die sie aus Europa mitgcbracht und als Betten benutzt hatten. In rührenden Worten schließt einer der Missionare seinen Bericht: „Wir wollen nicht müde werden, das Evangelium zu predigen, da wir ja wissen, daß die mit Thränen säen, mit Freuden ernten werden. Wenn wir freilich nicht wüßten, daß der Heiland, welcher uns hierher gesandt hat, auch bei uns bleiben will, so würden unsere Herzen verzagen. Ehre aber und Preis sei ihm, der da gesagt hat: Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib tödten. Gedenken Sie unser in allen Ihren Gebeten, daß unser Heiland Jesus Christus seine Hände auf uns lege und mit seinem Segen uns die Macht verleihe, den guten Kampf des Glaubens zu kämpfen und alle unsere Feinde zu überwinden durch ihn, dem aller Ruhm und alle Ehre gehört!" So der Jahresbericht. Seit dem April 1876 sind aber keine neueren Nachrichten bei Missionar Flad angelangt. Letzterer schreibt: „Zu Anfang dieses Jahres (1876) erhielten wir von den schwedischen Missionaren in Massowah die Nachricht, daß unsere Brüder von dem Könige Johannes in Gefangenschaft gelegt worden, und die Proselyten Verfolgung erdulden. Kürzlich wurde aus Massowah geschrieben, daß die Brüder noch am Leben sind; ob aber in Freiheit oder in Gefangenschaft, wurde nicht gesagt. Die politische Lage des Landes ist noch immer eine trostlose. Einer der schwedischen Missionare wurde kürzlich mit einigen eingeborenen Gehilfen auf schauderhafte Weise ermordet: sie wurden in Stücke zerhauen. Wolda Selassie, der einige Jahre ans St. Crischona studirte, fand zur selben Zeit seinen Tod. Ein der Mission freundlich gesinnter Gouverneur regierte in Hamazin. Die Missionsarbeiter begaben sich zu ihm, um die zerstreuten Gemeindlein zu sammeln und ihre Missionsarbeit, welche durch den ägyptischen Krieg einerseits und die Feindschaft der abyssinischen Priesterschaft andererseits hatte aufgegeben werden müssen, wiederum ausznnehmen. Der Gouver-

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