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Dibre Emeth · 1877-01-01 · 1-2 (1877) · page 7

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Journal
Dibre Emeth
Volume
33 (1877)
Issue
1-2 (1877)
Date
1877-01-01
Page
– (sequence 7)
Language
German
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7 Die Israel lieb haben, lassen sich aber freilich die nunmehrige Periode des Volles zu einer tröstlichen Ermunterung werden, im Gebete und Glauben nicht zu ermüden, und werden darüber desto freudiger im Warten auf die Stunde des Herrn. Sein Wort soll nur laufen, und das Flehen seiner Diener nur inbrünstiger werden, dann wird das göttliche Amen zu seiner Zeit nicht fehlen, sondern es wird vielmehr die Vollendung erscheinen. Aber freilich nachdem die Zeugen Gottes sein Wort an Israel gerichtet und nachdem sie zum Geist prophezeiet, d. h. aber sein Kommen im Glauben verkündigt und herabgesteht haben, ist auch ihr Dienst gethan. Durch ihr Werk ist es geschehen, daß nun die Gefäße zubereitet sind, in welche sich der Geist von Oben ergießen kann; doch die Stunde, da der Geist selbst erscheint, wissen sie nicht. Sie merken es wohl, daß die Stunde nahe herbeigekommen ist, wenn nun der Leib stark und frisch dasteht; aber auf die Ankunft des Geistes müssen auch sie nur harren und warten, wie die Jünger am Pfingstfest. Doch dieses Harren und Warten ist allerdings Freude; denn es führt zu dem seligen Erleben dessen, wie sich der Geist aufmacht und von den vier Winden her über die Kinder Israel kommt. Und alsdann wird Alles unter ihnen neu; denn an die Stelle des bloß natürlichen Wiederauflebens tritt zu der Zeit das wahrhaftige Ergriffen- und Getriebensein der Herzen vom heiligen Geist. Darum blieben vorher die Kinder Israel noch an die Erde geheftet und mit ihrem neu gewonnenen Leben dem Dasein im Staube zugewandt, so treten sie nun auf ihre Füße, um im heiligen Geiste zu wandeln und sein Werk allein auf Erden zu treiben. Die Sehnen, das Fleisch und die neue Haut, welche sie in der Völkerwelt gewonnen haben, genügen ihnen jetzt nicht mehr; sie können den Widerspruch von äußerer Kraft und innerer Leere nicht mehr ertragen, sondern Alles in ihnen drängt jetzt zu einem Leben in Gott und für Gott. Das aber dürfen sie fortan im Lande ihrer Väter führen, und eben dasselbe werden sie nun als ein Geschenk der unverdienten Gnade preisen. Israel wird zu der Zeit von sich selbst nur wissen, daß es todt war, und daß, so viel an ihm lag, es hätte todt bleiben müssen. Wenn der Geist des Herrn es wieder erfüllen wird, dann wird daher auch jenes „Geräusch" verstummen, welches man jetzt, da die Gebeine sich neu beleben, überall unter ihm vernimmt. Die Augen sehen

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