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Dibre Emeth · 1876-01-01 · 9-10 (1876) · page 23

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
32 (1876)
Issue
9-10 (1876)
Date
1876-01-01
Page
– (sequence 23)
Language
German
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151 zum Missionsdienste und zwar zu dem Missionsdienste, welcher, von allem Ändern sich fernhaltend, allein zum Evangelio Jesu Christi und zum Gebet greifen heißt, auffordern, welch ein Bild! ein König, der seine christlichen Unterthanen bittet, doch den Juden nicht durch ärgerliches Leben die Bekehrung zu erschweren! ein König, der auf die Stunde wartet, da Israel seinen Heiland erkennt und doch dabei auf alle weltlichen Lockemittel verzichtet, damit die Gewissenssache auch nur Gewiffenssache bleibe, welch eine Predigt! Preußen darf sich zu einem solchen Fürstengeschlecht Glück wünschen; erstirbt dieser Same in ihm nicht, dann ist es wohl daran. Und bis heute noch kennt es Fürsten, welche Israels Heil suchen. Denn ein König von Preußen hat gar viel dazu gethan, daß die Berliner Mission in's Leben trat; einem anderen Könige von Preußen aber ist die Errichtung des evangelischen Bisthums in Jerusalem zu danken, und eben derselbe hat sein evangelisches Volk veranlaßt, sonntäglich in seinem Kirchengebete Israels zu gedenken. Der gegenwärtige König aber und erste deutsche Kaiser steht allein von allen Potentaten mit einem Jahresbeiträge von 900 Mk. an der Spitze der Berliner und mit einem solchen von 7,500 Mk. an der Spitze der Londoner Gesellschaft für Israel. Möchte dieses Glaubens- und dieses Liebeszeugniß der preußischen Monarchen in vielen Herzen von Hoch und Niedrig das Bewußtsein ihrer Pflicht gegen Israel erwecken! Ein Sterbebett. Das Magazin der Kirche von England enthält die folgende Mittheilung eines Mannes, der vor Kurzem eine Reise in Amerika gemacht hat. Ich bereiste, so berichtet derselbe, den westlichen Theil von Birginien, und daselbst hörte ich von einem alten Geistlichen die Geschichte eines Juden erzählen, die mich innerlichst bewegte. Derselbe war mit dem Juden erst kürzlich bekannt geworden. Während einer seiner Predigten an die Gemeinde sah er einen Mann eintreten, der auf seinem Gesicht jedes Merkmal eines Juden trug. Er war wohl gekleidet, und sein Auge schien zu bekunden, daß er sich in großen Sorgen befunden habe. Er nahm seinen Sitz ein und hörte ernst und andächtig zu, während man öfters eine Thräne seine Wangen netzen sehen konnte. Nach dem Gottesdienste

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