Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 32 (1876)
- Issue
- 7-8 (1876)
- Date
- 1876-01-01
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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113 aber protestire feierlich gegen so schändliche Behauptungen. Allerdings kommen Einige zu uns in elender Verfassung, aber wir haben auch viele wohlerzogene junge Leute aus höchst achtbaren Familien, die Alles verlassen mußten, was ein Mensch Werth hält — ja, die allerdings Wanderer ohne einen Heller in ihren Taschen werden mußten, aber dies eben um ihres Glaubens an den Herrn Jesum Christum willen! Darum betet für uns und helft uns in einem solchen Werke; und möchten Etliche unter denen, welche solche Worte hören, den Ruf des Herrn hören, sich persönlich in den Dienst des Herrn zu stellen, der sie erkauft hat, um auch den verlorenen Schafen vom Hause Israel das Evangelium bringen zu Helsen." Sir I. Kennaway stimmt in diesen Mahnruf ein und freut sich der bereits gesammelten Früchte. Ich las, sagt er, in dem Bericht über die Herberge für Wanderer, daß die Wohlthaten derselben seit ihrer Eröffnung 1600 Juden zu Gute gekommen sind, von denen 600 öffentlich ihren Glauben an den Gekreuzigten bezeugt haben. Wer kann also im Angesichte solcher Zahlen noch behaupten, daß aus diesem Werke kein Segen ruht, und daß wir keinen Muth und Hoffnung für weitere Arbeit haben dürften? Rev. Adler führt die Versammlung in ein neues Missionsgebiet ein. Er sagt: Ich habe Jahre lang in Bukarest gearbeitet, und daselbst ist ein Feld, auf dem ein junger Missionar viele Ermuthigung in dem Werke der Verbreitung des Christenthums unter den Juden finden wird. Zuerst, ich bekenne es, hatte ich rechte Furcht, unter die dortigen Juden zu gehn, vielleicht auch besonders aus dem Grunde, weil ich selbst ein Abkömmling Israels bin. Die jüdische Bevölkerung von Bukarest beträgt zwischen 15 und 18,000 Seelen. Mau nahm mich in den Häusern, die ich besuchte, gut auf, und es gab nicht viele Häuser, in denen Juden leben, in denen ich nicht allmählig Einlaß gefunden hätte. Ich wäre, besonders unter den wohlhabenderen Juden, noch besser ausgenommen worden, wenn ich allein zu ihnen gekommen wäre, mich über Politik und andere Dinge ähnlicher Art mit ihnen zu unterhalten. Das konnte ich aber nicht. Ich durfte als ein sterblicher Mensch keine Zeit verlieren, das Evangelium von Jesu Christo meinen sterblichen Mitmenschen zu predigen. Dennoch kamen, als ich nach dreimonatlicher Abwesenheit nach Bukarest zurückkehrte, manche Juden zu mir, um mich zu bewillkommnen — einer in tiefer Nacht — und einige 8