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Dibre Emeth · 1876-01-01 · 7-8 (1876) · page 12

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
32 (1876)
Issue
7-8 (1876)
Date
1876-01-01
Page
– (sequence 12)
Language
German
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108 Missionsgeschichte nach einem alten Gesetzbuche (Mulloy über Seegesctze): „Als König Heinrich III. von England (1216 —1272) fand, daß sich viele Juden zum christlichen Glauben bekehrten, trotzdem aber von ihren Brüdern verfolgt wurden, errichtete er für dieselben ein Haus und eine Kirche mit allem nöthigen Zubehör und geeigneter Ausstattung und nannte es „das Haus der Bekehrten". Wer ein zurückgezogenes Leben führen wollte, fand es hier und seinen Unterhalt. Dies Haus blieb auch ein Wohlthätigkeitshaus und ein Zufluchtsort für bekehrte Juden bis Edward III. im Jahre 1345. Da fehlte es, weil 1290 die Juden aus England vertrieben worden waren, an weiteren Bekehrten, das Haus blieb leer und verfiel. In Folge dessen überwies Edward dasselbe Haus im 18. Jahr seines Königreiches anderen armen Leuten, die nicht hatten, wovon sie leben sollten, räumte ihnen den Gebrauch der Gärten und anderer Besitzstücke desselben ein und wies einen Penny aus der Schatzkammer für jede eiuzelne Person an. Später erhielt Wen de Bunstat, der zum Aufseher des Hauses gesetzt war und zugleich das Amt des Urkundenbewahrers bekleidete, die Erlaubuiß des Königs, das Haus und die Kapelle der Bekehrten für sich und alle seine Nachfolger in Besitz zu nehmen." Wenn der gegenwärtige Urknndenbewahrer die Einnahmequellen, aus welchen er sein Amtscinkommen bezieht, näher untersuchen wollte, würde er der merkwürdigen Thatsache begegnen, daß ursprünglich ein Theil seines Einkommens von den Juden herkam und zwar von bekehrten Juden. Er selbst ist heute ein unbekehrter Jude und nimmt in seinem Amt ein Haus ein, das von Heinrich III. für bekehrte Juden hergerichtet worden ist. — Auch einen derartigen Wechsel der Dinge erträgt ^ben die Mission, sieht ihm in's Angesicht und fährt unbeirrt weiter fort. So tritt ein älterer Missionar der Londoner Gesellschaft I. H. Brühl aus. 25 Jahre steht er bereits in seiner Arbeit und hat die Kreuzesfahne vor seinen Brüdern nach dem Fleische in den verschiedensten Gegenden aufgepflanzt. Er war im fernen Asien, in Bagdad und Bombay, er hat noch jüngst in Wien seinen Wirkungsplatz gehabt, er hat insbesondere aber auch in dem galizischen Lemberg sein schweres Werk, ohne in demselben je zu ermüden, gethan. Diesmal berichtet er Einzelheiten aus seiner galizischen Arbeit: „Galizien zählt etwa 5 Millionen Einwohner, und, wenn

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