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Dibre Emeth · 1876-01-01 · 7-8 (1876) · page 8

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
32 (1876)
Issue
7-8 (1876)
Date
1876-01-01
Page
– (sequence 8)
Language
German
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104 sondern in Anstalten erzieht. Sie unterscheidet sich hierin auf's Entschiedenste von der evangelischen, die bei aller Pstege der Schulen doch hauptsächlich und zuerst Prediger des Evangeliums mitten unter die Juden sendet. Von sonstiger direkter Missionsthätigkeit innerhalb der römischen Kirche Hort man nichts; doch hat die gemeldete Arbeit den Vorzug großer Concentration und einheitlichen Vorgehens, so daß nun eben das Werk der einen Congregation durchaus nicht vor der ausgebreitcten evangelischen Judenmission verschwindet und an Erfolgen nicht ärmer ist. Nur unbedeutend ist dagegen die eigentliche und direkte Misfionsthätigkeit der griechischen Kirche, die sich sonst allein noch von den christlichen Kirchen an diesem Werke betheiligt. Und hier ist es wieder ausschließlich die Russische Kirche, welche irgend welche Anfänge einer Judenmission aufzuweisen hat. Was die Berichte derselben aber über diesen Zweig der christlichen Arbeit in ihrer Mitte erwähnen, ist Folgendes: ' In Petersburg besteht ein Asyl der russischen Kirche für jüdische Tanfcandidaten und getaufte Judenkinder, welches im Jahre 1873 beispielsweise 22 jüdische Personen in die griechische Kirche aufnahm. Ein eben solches Asyl der Brüdergesellschaft des heiligen Wladimir befindet sich in Kiew; und endlich hat die durch den Kaufmann Malkow 1865 gestiftete Missionsgesellschaft ihre Thätigkeit auch einigermaßen den Inden der westlichen Gouvernements zugewandt. Ihrem Einflüsse ist es möglicherweise zuzuschreiben, daß in den letzten Jahren die Kirchen- und Klosterschulen der Eparchie Warschau auch jüdische Kinder aufnehmen konnten. Hauptsächlich also wendet sich die griechische Missions-Arbeit der israelitischen Jugend zu. Weiteres konnten wir nicht erfahren. Jewisch Herald vergleicht diese Missionsthätigkeit, bei der das Blatt aber freilich nur die evangelische berücksichtigt, mit dem, was billigerweise an solcher erwartet werden durfte, und urtheilt, daß die Judenmission hienach erst noch in ihrer Kindheit stehe. So ganz möchten wir dies doch nicht gelten lassen. Allerdings hat das Blatt darin Recht, daß die wichtigsten Gebiete: Rußland und Oesterreich, gerade am Schwächsten bedacht worden sind. Aber für die evangelische

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