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Dibre Emeth · 1876-01-01 · 5-6 (1876) · page 21

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
32 (1876)
Issue
5-6 (1876)
Date
1876-01-01
Page
– (sequence 21)
Language
German
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85 Eröffnung der Schule sind im Schulhause und in den Privat- - Häusern der Juden vom Diakon Bäbä regelmäßige Gottesdienste gehalten worden, und obgleich sich noch Niepmnd öffentlich zum Christenthum bekannt hat, so darf man doch mit gutem Grunde hoffen, daß der heilige Geist sein Werk in Etlichen derselben hat. Wenn Sie sich die Mühe machen wollten, das Interesse der Freunde der Judcnmission für die Reste dieser Nation an unserm Orte zu erwecken und uns für den Zweck geeignete Schriften zu senden, so zweifle ich nicht, daß dieselben lebhaft begehrt und gelesen werden würden. So ist jüngst in einer andern Gegend ein Verlangen nach hebräischen Bibeln erwacht, das stärker ist, als daß wir es mit unserm augenblicklichen Vorrathe befriedigen könnten; wir erwarten neue aus Könstantinopel. Von unserm besonder» Werke Hierselbst unter den Nestorianern und Muhamedanern aber kann ich sagen, daß ich die Hälfte von Allem kaum geglaubt haben würde, wenn man es mir erzählt hätte. Von allen Seiten kommen die ermuthigendsten Nachrichten: muhamedanische Bauern bitten um das Evangelium, muhamedanische Priester um die Taufe, unser Buchladen in der Stadt ist oft gedrängt voll von Muhamedanern, Juden, Armeniern und Nestorianern, die Alle fragen, was sie thun sollen, um selig zu werden; eine große Partei hat sich gebildet, die fast schon Christum annimmt und die Christen als Brüder aufnimmt; die Thür ist offenbar weit ausgethan und nur auf das Eintreten noch zu warten. In meinem speziellen Werke habe ich alle Hände voll zu thun. Die Dispensiranstalt ist stets voller Leute, und es bietet sich daselbst eine herrliche Gelegenheit, den großen Schaaren, welche zur Heilung ihrer leiblichen Gebrechen hierher kommen, das Wort von dem Heilande zu verkündigen, dessen Blut von allen Sünden rein macht. Morgen hoffe ich die neue Dispensiranstalt und das neue Hospital zu eröffnen, die mir die Behandlung der Kranken sehr erleichtern werden, und, was mir besonders am Herzen liegt, eine Anzahl von eingeborenen Aerzten heranzubilden, die meinen Einfluß zum Guten noch erhöhen werden. Ich habe schon einen Studenten angenommen, einen ungewöhnlich begabten, jungen Mann, einen Muhamedaner aus Tabriz, der einer Familie von Rang angehört, und hoffe, daß die Gnade Gottes auf ihn einen wiedergebärenden Einfluß üben wird. Er ist unser türkischer Lehrer,

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