Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 32 (1876)
- Issue
- 5-6 (1876)
- Date
- 1876-01-01
- Page
- – (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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83 welches nicht weniger als 12 derselben gekannt hat; alsdann das 12., das jene entsetzlichen Verfolgungen, die sich an die Kreuzzüge anschlossen, sah; das 16. Jahrh., das Zeitalter der Reformation, die ihre Wellen auch bis in das jüdische Lager schlug; und das 17., welches durch den 30jährigen Krieg die Völker auf's Tiefste erschüttert hat. Gestorben ist aber die Frage nach dem Messias noch nie in Israel, und sie wird es auch nicht, bis cs Den erkannt hat, in den seine Väter gestochen haben. Bewegungen unter den persischen Inden. Ein Brief an die englische Zeitschrift „The Christian“ aus Urumiah lautet: „Es macht mir Freude, Ihnen Näheres über eine neuere Bewegung unter den hiesigen Juden berichten zu können, die unter dem Segen des Herrn einige von ihnen zur Erkenntniß der Wahrheit in Jesu Christo zu führen verspricht. Ein junger Mann, der zu einem der leitenden Häuser der hiesigen Juden gehört, erhielt während seines Aufenthaltes in Rußland Unterricht von einem dortigen Christen, der ihn veranlaßte, die Ueberlieferungen, in denen er erzogen war, fahren zu lassen und Alles außer dem Worte Gottes als Grundlage des Glaubens und Lebens zu verwerfen. Ersichtlich hatte er noch nicht hinreichendes Licht empfangen, um zu der Zeit schon Christum als seinen Messias anzuerkennen, aber bei seiner Rückkehr fing er so ernst ein reformatorischcs Werk an, daß er bald eine Anzahl seiner Glaubensgenossen mit sich zog. Dies erweckte nun einen Geist heftigster Feindschaft auf Seiten derer, welche die Annahme seiner Ueberzeugungen ablehnten, und dieselben machten den Versuch, die Reformer zu isoliren, ja selbst, sie aus der Stadt zu vertreiben. Um dies zu erreichen, brachten sie falsche Anklagen vor den Gouverneur der christlichen Bevölkerung (zu der alle gezählt werden, welche nicht Moslems sind), und, wie es in solchen Fällen gewöhnlich geschieht, wurde derselbe unzweifelhaft ordentlich bestochen. So zeigte sich dieser nun geneigt, ihr Vorhaben zu fördern, unter dem Vorwände, daß diese Männer ihren Religionsgenossen feindlich wären und ihm wahrscheinlich Unruhe bereiten würden, so daß sie eben deshalb ihre Häuser verkaufen und in 6»