Mannheim
Compact Memory

Dibre Emeth · 1876-01-01 · 3-4 (1876) · page 9

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
32 (1876)
Issue
3-4 (1876)
Date
1876-01-01
Page
– (sequence 9)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
97% known words query
IRI
…/2554541-2554828-2554831--06531-2562520
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

41 Tappe und Schwester Johanna, Mitglieder der Brüdergemeinde, haben die Sorge für diese Elenden auf sich genommen und führen ihr Werk unter unsäglicher Geduld fort. Der Arzt dcö Hospitals der Londoner Inden-Mission, Dr. Chaplin, unterstützt sie hierbei auf's Treueste. Die Diakonissen-Anstalt, mit Kaiscrswerthcr Schwestern besetzt, verpflegt 800 Kranke, und das Johanniter-Hospiz hat auch weiter viele Gäste beherbergt. . Neben der deutsch - evangelischen Gemeinde, welche als ihr einstweiliges Gotteshaus die Kapelle auf dem Johanniter-Platze benutzt, bis die große, schöne Kirche daselbst erbaut sei» wird, besitzt aber auch die arabisch - evangelische ihr eigenes Gotteshaus, an dem Pastor Klein wirkt. Die erste und älteste evangelische Kirche Jerusalems ist bekanntlich jedoch die der im heiligen Lande seit 1823 thätigen Londoner Judenmission gehörige auf dem Berge Zion (eingeweiht 1848), die theils der Missionsgcmcinde, theils der englischen Gemeinde des Bischof Gobat dient. Die Inden-Mission hat ihr Werk im alten Umfange fortgesetzt. Ihre Kirche, ihr Hospital, ihre Schulen, ihre Arbeitshäuser, ihr Asyl greifen in einander, um alle, wie viel oder wie wenig Erfolg ihnen das einzelne Jahr bieten möge, den Juden Jerusalems zu predigen: „Die Liebe Christi dringet uns also" — und ein treues Gemeindlein dortiger an den Heiland gläubig gewordener Israeliten dankt cs dieser Mission, daß sie die Alles hoffende Liebe nun schon so lange an ihrem Bolkc in Jerusalem übt. Das evangelische Missionswerk im heiligen Lande und im türkischen Reiche ist erst etwa 50 Jahre alt, aber cs ist nicht blos Säearbcit geblieben, sondern hat auch bereits seine Ernte aufznweisen. Einige Zahlen sprechen am Besten dafür. Während vor jener Zeit die evangelische Kirche im Orient gar nicht existirte, hat Bischof Gobat jetzt 33 evangelische Schulen mit etwa 1500 Schüler» unter sich, und die Zahl der eingeborenen Protestanten beträgt über 1000. Im Türkischen Reiche aber zählt man bereits 30,000 Evangelische, meist Armenier, in den evangelischen Schulen 5,600 Zöglinge, und dabei bestehn 250 Gemeinden, an denen 166 Missionare und Nationalgehülfen arbeiten. Die evangelische Kirche ist doch noch eine Macht, und sie hat gerade in den letzten Zeiten, wenn sie irgend einmal in jenem

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.