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Dibre Emeth · 1876-01-01 · 3-4 (1876) · page 6

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
32 (1876)
Issue
3-4 (1876)
Date
1876-01-01
Page
– (sequence 6)
Language
German
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38 Hagop Stepanjan nach Konstantinopel, nm sich zum Prediger seiner Landsleute vorbcrciten zu lassen. Er lam aber von dort nach Amerika und später nach Deutschland. Hier wurde er vier Jahre im Rauhen Hause bei Hamburg unterrichtet. Nach weiteren Vier- Jahren Unterrichts im Baseler Missionshause aber ist er 1869 in seine Vaterstadt zurückgekehrt. Hier predigte er nun jeden Sonntag und unterrichtete in der Woche eine kleine Zahl von Kindern. Auch pflegte er treuen Verkehr mit Gliedern seines Volks. Daneben hielt er populäre Vorträge über alte Kirchengeschichtc. Der Erfolg war, daß nicht blos die frühere evangelische Gemeinde sich von Neuem zusammcnschloß, sondern auch zahlreiche neue Glieder ihr sich zugesellten. 1871 wurde Hagop Stepanjan von der Gemeinde zu ihrem Prediger gewählt und sicht jetzt eine Schaar von 750 seiner Landsleute um sich gesammelt. Die Opferwilligkeit dieser Leute ist sehr groß. Meist arm haben sie dennoch von 1869—1872 außer 12,000 Mark Abgaben an die Regierung über 7200 Mk. für kirchliche Zwecke aufgebracht. Nun müssen aber freilich noch Kirche, Schule und Pfarrhaus gebaut werden; denn als Wohnung hat der verheirathete Pastor eine einzige Stube, und die Schulstnbe ist eine elende Spelunke, der kirchliche Versammlungsort aber ein enger, licht- und lustloser Raum inmitten des Mnhamcdnnerquartiers, wo er fortwährenden Beschädigungen ausgesetzt ist. Zum Ankauf eines Platzes, der Kirche und Kirchhof vereinigen soll, sind noch fernere 5600 Mark durch die Gemeindcgliedcr gesammelt, aber damit sind dieselben auch an der Grenze ihrer Leistungsfähigkeit angelangt, und hoffen dieselben daher auf die Unterstützung der übrigen evangelischen Christen. Ebenso rüstig schreitet der frühere armenische Erzbischof, jetzige evangelische Pastor Megherditch zu Aintab in der Befestigung seiner evangelisch-armenischen Gemeinde fort. Auch im heiligen Lande hat man das bisherige Werk unermüdet fortgesetzt. Nazareth, wo Pastor Zeller arbeitet, hat eine ansehnliche Gemeinde mit schöner arabisch-protestantischer Kirche. Zwei Evangelisten zieh» im Lande umher, einer derselben, Carabct hat besonders unter den Drusen des Libanon Eingang gefunden. Seit einigen Jahren haben sich ferner die sogenannten Tempelfreunde ans Württemberg in wachsender Zahl, im Ganzen bis jetzt etwa 800, nach Palästina gewandt und mit der Anlegung von

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