Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 32 (1876)
- Issue
- 3-4 (1876)
- Date
- 1876-01-01
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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37 Herrschaft doppelt zu befestigen und zwischen die Ihrigen und die evangelische Mission neue Schranken zu ziehen. Trotz alledem ist das Werk der evangelischen Kirche auf dem ganzen orientalischen Gebiete unentwegt fortgesetzt worden, und so hat es denn auch nicht an Lichtpunkten gefehlt. Bekanntlich arbeiten Engländer, Schotten, Iren, Amerikaner und Deutsche in treuer Einigkeit auf diesem Boden. Die amerikanischen Presbyterianer besitzen in Beirut eine medizinische Fakultät, die überall die höchste Anerkennung findet, eine höhere Knabenschule und 600 Kinder in den Schulen. Pfarrer Medem von der deutsch-französischen Gemeinde durfte einen Glockenthurm am dortigen Diakonissenhause einweihen und zum ersten Male ein Drnsenmädchen taufen. Durch die Diakonissen-Anstalt, das Waisenhaus und das Johanniter- Hospital hat außerdem die deutsch-evangelische Arbeit ihre festen Wurzeln in Beirut geschlagen. Dem Pastor Medem, der wieder die Heimath ausgesucht hat, ist Pastor Baarts gefolgt. Von Damaskus aus bemühen sich die englischen Presbyterianer besonders auch in die muhamedanischcn Kreise einzudringen, und sic finden zu ihrer eigenen Ncberraschung vielfach ein williges Gehör; jedenfalls äußert sich ihnen gegenüber durchaus nicht der sonstige muhamedanische Fanatismus. Recht bedeutsam ist das evangelische Missionswerk unter den Armeniern von Nord-Mesopotamien in Ursa, dem alten Edessa. In dieser thcils inuhamcdauischen, theils christlichen Stadt kamen vor etwa 30 Jahren in den Besitz von Armeniern einige armenische und türkische Bibeln, die bei denselben ein lebhafteres religiöses Fragen erweckten. Im Jahre 1851 aber wurden von Aintab, einer Stadt des nördlichen Syriens, evangelische Handwerker nach Urfa gesandt, von denen besonders ein Weber Avedis in großem Segen wirkte. Aber als sich nun etwa eine Schaar von 30 Personen um denselben sammelte, erweckte die armenische Geistlichkeit gegen sie eine Verfolgung. Die Anhänger Avedis wurden in den Bann gethan, die Micthswohnuiigen ihnen gekündigt und ihre Aufnahme in andere Häuser durch den Bischof verboten; wo es anging, wurde ihnen der Broterwerb verkürzt und alle möglichen Beschimpfungen und Verfolgungen über die Armen verhängt. Dennoch ist das Werk nicht nntcrgcgangcn. 1858 ging ein Schüler Avedis, ein junger Armenier aus Ursa,