Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 32 (1876)
- Issue
- 3-4 (1876)
- Date
- 1876-01-01
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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05 Anlage einer Schule in Akka und auf einem Dorfe verboten, während mau vordem in der Errichtung von Schulen etwas höchst Nützliches erkannte. Ein in Talita Kumi protestantisch erzogenes Mädchen von etwa 20 Jahren, Irene hat man mit Gewalt zu ihren Angehörigen zurückgebracht und sie zur Thcilnahme am griechischen Gottesdienst gezwungen. Ein dem evangelischen Bischöfe Gobat gehöriges Stück Land hat der Pascha auf Andringen der Griechen diesen zugesprochen. Und Schwierigkeiten der Art sangen sich überall zu mehren an. Auch die Katholiken beginnen die Evangelischen zu bedrängen. Viele der aus Deutschland vertriebenen Ordensleute und zumal Jesuiten haben sich in Klein-Asien niedergelassen, um dort sogleich mit reichlichen Mitteln ausgestattcte Schul- und Missionsanstalten zu errichten. Dazu sind besonders die katholischen Judenmissionsbemühungen im heiligen Lande sehr bedeutende. Schon früher einmal haben wir über dieselben berichtet und tragen nun nach der katholischen Zeitschrift „Das heilige Land" das Weitere nach. Bekanntlich sind die beiden Proselhten-Brüderpaare Ratisbonne und Lehmann von Straßburg und Lyon aus auf's Thätigste in die Judenmissionsarbeit eingctreten. Pater Theodor Ratisbonne hatte dem Papst Gregor XVI. 1842 den Gedanken der Errichtung einerbesonderen Congregation für die Zwecke der Judenmission vorgetragen und die Zustimmung desselben gefunden. Im Jahre 1843 bildete sich eine solche Congregation „der Nonnen von Unsrer Lieben Frau zu Zion", die bald eine ganze Zahl von Proselytinnen um sich sammelte und von da an stetig gewachsen ist. Ganze jüdische Familien sowohl als auch zahlreiche einzelne Juden wurden durch diese Congregation für die katholische Kirche gewonnen, und der Ordensvereinigung flössen so reiche Mittel zu, daß von ihr auch Pensionate für junge Christinnen, die dann den Kreis der Nonnen vermehren halfen, Waisenhäuser, Arbeitssäle und Armenschulen angelegt werden konnten. Bon Frankreich aus aber verbreitete sich das Werk der Congregation weiter. Besonders wurde es auf das heilige Land selbst übertragen. Vom katholischen Patriarchen zu Jerusalem gern ausgenommen, gründeten die Töchter von Zion eine Anstalt in der heiligen Stadt, in welche zunächst arabische Mädchen ausgenommen wurden. Später erwarb man das Grundstück, auf welchem sich 3*