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Dibre Emeth · 1876-01-01 · 1-2 (1876) · page 8

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
32 (1876)
Issue
1-2 (1876)
Date
1876-01-01
Page
– (sequence 8)
Language
German
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8 erfunden, entdeckt, haben wir uns anzueignen verstanden. Schon unsre körperliche Beschaffenheit befähigt uns, auf der ganzen Erde zu wohnen. Wir haben Theil genommen an der Blüthe und Reife aller bedeutenden Nationen, von den alten Egyptern an bis zu den Angelsachsen in Nord-Amerika. Die jüdische Zunge erlernt alle Sprachen. Wir sind ein kosmopolitisches, ein universelles Volk. Wie der Mensch ein Mikrokosmus, eine Welt im Kleinen, so ist der Jude ein Inbegriff der gesammtcn Menschheit. Und diese wunderbaren Fähigkeiten und Fertigkeiten, mit aller Welt zu leben, sich aller Welt anzuschmiegen, von aller Welt aufzunehmen und die eigenthümliche Individualität zu wahren — sie charakterisiren die höchste Vollendung des Menschcnthnms; daher geschieht jeder Fortschritt innerhalb der Menschheit für Israel, jede Erfindung, jede Entdeckung, jede Entwickelung, sie alle vollziehen sich in erster Linie zum Besten unseres Volks." „Die Geschichte zeigt, welche Gestaltungen die verschiedenen Menschenstämme angenommen, wie Chamitische Naturvergötterung, wiewohl gemüth- und phantasiereich, in die verschiedensten Greuel ausartet, wie Japhctischc Jdcalisirung und Vergötterung der einzelnen Naturkräfte, wiewohl schön und herrlich in der Erscheinung, die nackte Selbstsucht, die kalte Lieblosigkeit großzieht, wie endlich fast alle Semitischen Völker den Dienst des einzigen Gottes entweihen, um Unter- und Mittelgöttcr anzubcten; wie das Christenthum Chamitische, Japhctitische und Semitische Elemente in sich vereinigte und damit ungeheure Erfolge errang; wie endlich der Islam die Theorie des reinen Semitenthums wiederherstellte und damit nicht minder großen Erfolg über einen zahlreichen Völkerkrcis erzwang — und im Kampf gegen die,ganze Welt sehn wir ein kleines, der Zahl nach unbedeutendes Volk die Fahne der Wahrheit hoch cmporhalten." „Die Religion Israels, die Gotteserkenntniß, der gottgefällige Wandel, das gottgefällige Thun, die hohe, sittliche Reinheit, der Besitz der ewigen, unanfechtbaren, unumstößlichen Wahrheit, die sorgfältige und unablässige Pflege der höchsten sittlichen und geistigen Eigenschaften — das sind Israels unendlich werthvolle Schätze." „So sind denn auch die Hetzartikel'der ultramontanen und feudalen Zeitungen und Broschüren, welche jetzt massenweise die Welt überschwemmen, nichts anders als Ausbrüche der Wuth, des Zornes und des Neides gegen die Ueberlegenheit

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