Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 31 (1875)
- Issue
- 11-12 (1875)
- Date
- 1875-01-01
- Page
- – (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
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186 denn die Schreibung des Namens ist, während sie bei den Kirchenvätern „Panther" tautet, im Talmud zumeist „Pandcr". Gerade dieser Name aber ist eine Entstellung eines der höchsten Namen Jesu. Der Talmud bemerkt zu 5. Mose 12, 3: „Alles, was um der Götzen willen gemacht ist, muß einen Schmachnamen erfahren; man muß nicht sagen: Betli Galia hohes Haus, sondern Beth Cliaria gemeines Haus, nicht pne Melech Königsgesicht, sondern pne Kelef Hundcgcsicht, nicht En Kol das Auge Aller, sondern En Koz das Auge des Dorns." Eine ähnliche Karikatur stellt sich im Namen Panthern dar. ES ist ja keine Stelle des A. Testaments bestrittener und von größerer Bcdcutnng gewesen, als Jes. 7, 14, wo es heißt: „Der Herr wird ein Zeichen geben. Eine Jungfrau (Alma) wird schwanger werden und gebiert einen Sohn und du sollst seinen Namen nennen: Immanuel." Die moderne Kritik hat lieber weniger wissenschaftlich sein wollen, als von der Opposition des Cclsus und der nachchristlichen Juden weiche», und ist dabei geblieben, daß „Alma" nicht Jungfrau, sondern Junge Frau heiße. Aber die jüdischen Erklärer geben selbst zu, daß mit dem Zeichen ein Wunder genannt sei. Daß der sündige König von seinem Weibe einen Sohn gehabt (2. Kön. 18, 2), wie man die Stelle erklärt, ist doch wahrlich kein Zeichen und Wunder! Die chaldäische Ucbersetzung hat daher für „Alma" ein Wort gebraucht, womit an allen Stellen nur Jungfrau übersetzt werden kann, wo immer auch die Bcrsion cs anwendet, und die Alexandriner, welche der vorchristlichen Zeit angehören, geben es deshalb auch Parthcnos wieder. Die Jünger der christlichen Kirche haben auch hier in ihrem Meister die Erfüllung gesehen. Der neue Adam steht dem alten gegenüber — und auch diesen lassen schon die Juden aus vorchristlicher Zeit von der Erde als Jungfrau geboren sein, wie dies Philo thut und Joscphus Adama als jungfräuliche und rothe Erde erklärt. Christus war der Sohn der „Parthenos", der Jungfrau Maria. Es gehört zum Glaubensbekcnntuiß der Kirche, Jesnnr als von der Jungfrau geboren zu verkünden. Maria die Jungfrau war die Christusgcbärcrin. Es bezcichnete Jesum in der Kirche der Christenheit nichts genauer, als daß er der Sohn der Jungfrau