Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 31 (1875)
- Issue
- 11-12 (1875)
- Date
- 1875-01-01
- Page
- – (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
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- 187 war. Freilich gab nichts mehr den Inden Anstoß und an keincin andern Bekenntnisse übten sie so sehr frivole und schmutzige Feindschaft. Es wird mm überall von einem Sohne des Panther, Barpanther gelesen. Man hat, als man den Sinn nicht mehr verstand, einen Mann daraus gemacht, aber PantheroS ist nur die Versetzung von Parthenoö (Jungfrau); aus dem Sohn Pardena oder Parthena haben die Juden spöttisch einen Panthern gemacht und aus dem reinen Sohn einer Jungfrau, den Sohn, den illegitimen des Panther durch Versetzung eines Buchstabens hergestcllt. Aber der Angriff hat noch eine schärfere Polemik darin, daß sie aus Parthenoö Panther gemacht haben. Die Juden lassen ja bei der Ucbernahme griechischer Verse in ihr Idiom die Endung os weg. Im Propheten Daniel, wo die vier Weltreiche unter dem Bilde von Thiercn gcwcifsagt werden, erscheint das griechische Weltreich, das von Alexander.gegründet worden, der als ein irdischer Bacchus (Dionysos) wie jeder seiner Nachfolger sich betrachtete, unter dem Bilde eines Panther. Man hatte bei den Auslegungen über diese Stelle noch nicht den eigentliche» historischen Grund gefunden. Offenbar wird dadurch der Charakter dieses Weltreiches angedcutet, welchen cs durch den Bacchusdienst empfing. Das Thier des Bacchusdienstes war aber vor Allem der Panther (das Pardel). Die Bacchnsdiencr schliefen auf Pantherfellcn. Er fährt mit Löwen, Tigern und Panthern, aber letztere erscheinen zumal auf den Münzen des Bacchus. Indem die Juden statt „Sohn der Jungfrau" sagten „Sohn des Panther", drückten sie all ihren Gegensatz gegen Christus aus. Als Sohn des Panther warfen sie ihm daö Heidenthum vor. Aber die Schmähung lag in dem Bezug auf Bacchus, den Inbegriff des Rausches und der Luft; nicht einer Jungfrau Sohn, sondern den Lustsohn, den Bacchnssohn nannten sie den Heiligen. Jesus wird in den talmudischcn Schriften aber auch Ben Stada genannt. Sie streiten darüber, ob Stada der Name der Maria sei oder eines Mannes. Ben Stada nun, wird berichtet, habe Zaubereien aus Alexandrien geholt, und wo von dem Gerichtsverfahren gegen Jcsuin geredet wird und daß er gctödtet wird, heißt sein Name Ben Stada. Ben Stada aber ist auch wieder die Karikatur eines großen Namens Jesu.