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Dibre Emeth · 1875-01-01 · 11-12 (1875) · page 21

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
31 (1875)
Issue
11-12 (1875)
Date
1875-01-01
Page
– (sequence 21)
Language
German
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181 weiß es, daß der König von Edom größer als alle anderen Könige und daß seine Religion schön und geehrt ist, so daß sie mir auch gut gefällt; aber ich werde dir eine Frage vorlegen und wenn du mir der Wahrheit gemäß antworten willst, so werde ich dich lieben und verehren: Was glaubst du, welcher Glaube ist nach deiner Ansicht besser, derjenige Israels oder der Jsmaels?" Woraus der Priester antwortete: „Möchte doch der König ewig leben! Wenn du über den Werth des Glaubens fragst, so wisse, daß der israelitische außerordentlich gut sei, denn der Heilige (gelobt sei er!) hat die Israeliten unter allen Völkern und Zungen auserkoren, nannte sie „mein erstgeborner Sohn", vollzog für sie große Wunder, führte sie aus dem ägyptischen Lande, rettete sie aus der Hand Pharao's und der Aegypter, führte sie durch das Meer im Trockenen, versenkte ihre Verfolger in die Meerestiefcn, spendete das Manna, als sie hungrig waren, ließ für sic Wasser aus dem Felsen springen, als sie durstig waren, gab ihnen die Thora aus der Mitte des Feuers und der Flammen, brachte sie nach dem Lande Kanaan und baute ihnen den heiligen Tempel. Nachher aber wurden sie abspenstig, sündigten und verderbten das Gesetz, deßhalb wurde Gott zornig über sic, verbannte sie, schickte sie von seinem Antlitz weg und zerstreute sie in alle vier Weltgegenden. Wäre dem nicht so, so könnte sich keine Religion mit der israelitischen vergleicheil. Wie kommt der Glaube Jsmaels zu dem Israels? (Die Jsmaeliten) haben keinen Sabbath, keine Feiertage, keine Gebote und keine Gesetze, sie essen alles Unreine, das Fleisch des Pferdes, des Kameels, des Hundes und aller unreinen Insekten. Der Glaube Jsmaels ist daher kein eigentlicher Glaube, sondern gleicht dem der anderen (heidnischen) Völker." Darauf erwiderte der König und sprach zu ihm: „Du hast der Wahrheit gemäß inir deine Worte gesagt, wofür ich dir gnädig sein und dich mit Ehren zum Könige von Edoin znrückschicken werde". Am anderen Tage schickte der König nach dem Kadhi des Königs von Jsmael und sprach zu ihm: „Ich werde dir eine Frage vorlegcn, auf die du mir der Wahrheit nach antworten und nichts vor mir verbergen sollst: Welche von den beiden Religionen, der nazaräischen (christlichen) nnd jüdischen, gefällt dir besser?" Darauf antwortete der Kadhi: „Der jüdische Glaube ist ein wahrer, sie (die Juden) haben (gute) Gebote und Gesetze; aber als sie gesündigt haben, da zürnte über sie der Hei-

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