Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 31 (1875)
- Issue
- 11-12 (1875)
- Date
- 1875-01-01
- Page
- – (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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182 lige (gelobt sei er!) und gab sie in die Hand ihrer Feinde; doch werden sic am Ende erlöst und gerettet werden. Dagegen ist die Religion der Nazaräer gar keine Religion, sie essen Schweinefleisch. und alles Unreine, beten ihrer Hände Werk an und haben keine Hoffnung." Der König antwortete und sprach zu ihm: „Du hast wahrhaft geredet und ich werde dir gnädig sein". Am dritten Tage ließ er Alle Zusammenkommen und sprach zu ihnen: „Sprechet und disputirt unter einander, um mir zu erklären, welche Religion die beste sei!" Da fingen sie an zu streiten, konnten aber zu keinem Resultate kommen, bis der König sich zum christlichen Priester wandte und zu ihm sprach: „Was meinst du, welcher Glaube ist besser, der jüdische oder iSMaelitische?" Worauf der Priester antwortete: „Der Glaube Israels ist besser, als der Glaube Jsmacls". Dann fragte der König den Kadhi und sprach : „Was meinst du, welcher Glaube besser sei, der nazaräische oder der israelitische?" Der Kadhi erwiderte: „Der israelitische ist besser". Darauf sprach der König: „Wenn dem so ist, so habt ihr mit Eurem eigene» Munde gestanden, daß die israelitische Religion die beste sei, und deßhalb habe ich den Glauben Israels, welcher auch der Abrahams war, durch die göttliche Gnade und die Macht des Allmächtigen vorgezogen. Wenn Gott mir behülflich sein wird, so werde ich das Geld, wie auch das Gold und das Silber, das ihr mir versprechet, von meinem Gotte, dem ich vertraue und bei dem ich im Schatten seiner Flügel Schutz suchte, ohne Mühe erhalten. Und nun kehret in Frieden nach Eurem Lande." Von dieser Zeit an hat ihm der Allmächtige beigcstandcn, stärkte seine Kraft und befestigte seinen Arm, und er ließ sich beschneiden, sammt seinen Dienern, Sklaven und seinem -ganzen Volke. Dann schickte er mrd ließ weise Israeliten aus allen Orten zusammenbringen, die ihm. die Thora erklärt und die Gesetze angeordnet haben, so daß wir bis auf den heutigen Tag diesem Glauben treu geblieben sind (gesegnet sei der Name des Heiligen, gelobt sei er und erhaben sei sein Andenken ewiglich!). Seit der Zeit, als meine Väter diese Religion angenommen haben, hat der Gott Israels alle ihre Feinde erniedrigt und gedemüthiget alle Völker und Zungen in ihrer Umgebung, sowohl die Könige von Edom, als die Könige von Jsmael, wie auch die Könige der heidnischen Völker, so daß