Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 31 (1875)
- Issue
- 11-12 (1875)
- Date
- 1875-01-01
- Page
- – (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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180 Jahren stattgefunden. Es erschien ihm (der Engel) nochmals und sprach zu ihm: „O mein Sohn! die Himmel und Erde können mich zwar nicht fassen, aber doch baue einen Tempel für meinen Namen, wo ich wohnen werde." Darauf antwortete er: „O Herr der Welt, du weißt ja, daß ich weder Gold noch Silber besitze, womit sollte ich nun bauen?" Da sprach (der Engel) zu ihm: „Sei kräftig und fasse Muth, nimm dein Volk und dein ganzes Heer .und ziehe über die Straße von Daralan zum Lande Ardawil, ich werde Furcht und Angst vor dir in ihre Herzen einjagen und sie in deine Hand liefern. Da habe ich für dich zwei Schätze bereit, von denen der eine von Gold und der andere von Silber ist, du wirst dieselben nehmen und ich werde mit dir sein, werde dich schützen und werde dir helfen, so daß du das Geld in Frieden nach der Heimath bringen wirst." Und er vertrauete auf Gott und handelte nach seinem Befehle. Er ging nämlich und führte viele Kriege, aus denen er mit der Hülse des Allmächtigen als Sieger hervorging, zerstörte das Land (oder die Hauptstadt), nahm das Geld, kehrte in Frieden nach Hause zurück und weihte cs, ll»d baute dafür das Zelt, die Bundeslade, den Leuchter, den Tisch, die Altäre und die heilige» Gefäße; durch Gottes Gnade und die Allmacht des Herrn sind alle diese Dinge bei mir da und von mir aufbewahrt. Nach diesem verbreitete sich sein Ruf über die ganze Erde, so daß auch der König Edoms (Byzanz) und der König Jsmaels (der arabische Chalif) von ihm hörten und an ihn Boten und Gesandten schickten mit vielem Gelde und großen und zahlreichen Geschenken, auch schickten sie weise Leute an den König, um ihn zu ihrer Religion zu bekehren. Aber der König war vernünftig — möge seine Seele im Bande des Lebens gebunden sein bei Gott dem Herrn! — und hieß auch, einen weisen Israeliten zu bringen, frug nach, forschte und untersuchte gründlich, und brachte die Weisen zusammen, damit sie über ihre Religionen disputiren möchten; aber ein Jeder von ihnen widerlegte die Worte des Anderen und sie konnten nicht über die Religion zur Uebereinstimmung gelangen. Als der König dies sah, da sprach er zu ihnen: „Gehet jetzt nach Hause und am dritten Tage sollet ihr Euch mir wieder vorstellen!" Und die Weisen gingen nach Hause. Am anderen Tage schickte der König nach dem Priester des Königs von Edom und sprach zu ihm: „Ich