Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 31 (1875)
- Issue
- 11-12 (1875)
- Date
- 1875-01-01
- Page
- – (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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wie Sand am Meere, sie konnten aber doch vor den Chasaren nicht Stand halten, und verließen ihr Land und liefen davon; die Chasaren aber verfolgten sie, bis sie dieselben zum Flusse Duna (Donau) drängten, so daß dieselben »och jetzt an dem Flusse Duna wohnen, in der Nachbarschaft von Kostantina, und die Chasaren nahmen ihr Land in Besitznnd behielten es bis ans den heutigen Tag. Nachdem sind (mehrere) Generationen vorüber gegangen, bis ein König (unter ihnen, den Chasaren) aufstand, Namens Bnlan, welcher weise, gottcsfürchtig, fromm war und von ganzem Herzen ans seinen Schöpfer vertraute. Derselbe entfernte die Zauberer und Götzendiener ans dem Lande und suchte Schutz im Schatten der göttlichen Flügel. Da zeigte sich ihm ein Engel (im Traume) und sprach;u ihm: „O Butan! Gott sandte mich zu dir und sprach: O mein Sohn! ich habe dein Flehen gehört und siehe! ich segne dich und werde dich fruchtbar machen und sehr vermehren, werde dein Königreich bis zu tausend Geschlechtern (oder: bis zum Ende aller Geschlechter) befestigen und alle deine Feinde in deine Hand liefern." Am. Morgen stand er auf, dankte Gott und bezeigte ihm noch mehr Ehrfurcht nnd Dienst. Da erschien ihm der Engel wiederum und sprach zu ihm: „O mein Sohn! ich habe deinem Wandel zugesehen »nd an deinen Handlungen Gefällen gefunden; ich weiß es, daß du mir mit deiner ganzen Seele und ganzen Kraft folgen wirst, ich will daher dir Gesetz nnd Recht geben, wenn du meine Gebote nnd Gesetze beobachten wirst (so segne nnd vcrnichre ich dich)." Er antwortete dem Engel, der dies ihm verkündete: „O mein Herr! du weißt ja die Gedanken meines. Herzens nnd hast meine Nieren erforscht, daß ich ■ mein Vertrauen nur auf dich gesetzt habe. Das Volk, über welches ich regiere, ist ketzerisch, ich weiß also nicht, ob es mir glauben wird oder nicht. Wenn deine Gnade sich auf mich übertragen hat, so erscheine auch dem 9?. N., ihrem großen Fürsten (der mir dazu behülslich sein wird)." Der Heilige (gelobt sei er!) that nach seinem Wunsche nnd erschien jenen! Manne im Traum, nnd als derselbe des Morgens erwachte, da kam er nnd erzähltes dem Könige. Darauf ließ der König alle Fürsten, Diener und sein ganzes Volk versammeln und setzte ihnen die Sache auseinander. In Folge dessen nahmen sie die (jüdische) Religion an nnd kamen unter die Flügel der göttlichen Herrlichkeit. Dies hat vor 340