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Dibre Emeth · 1875-01-01 · 11-12 (1875) · page 11

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
31 (1875)
Issue
11-12 (1875)
Date
1875-01-01
Page
– (sequence 11)
Language
German
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171 des 11. Jahrhunderts war es eine Beute der Russen geworden. Bon diesem Reiche hörte nun aber etwa um 960 n. Chr. der genannte Chasdai Jbn-Schafrut. Besonders machten die fabelhaften Erzählungen eines jüdischen Reisenden Eldad über ein jüdisches Königreich der 10 Stämme in den Gebirgen Persiens und Medicnö auf denselben einen mächtigen Eindruck. Verstärkt wurde dieser Eindruck dlirch eine am Hofe seines Herrschers erschienene Gesandtschaft aus Byzanz und Chorassan, die ihm bestätigte, daß cs allerdings an ihren Grenzen ein jüdisches Königreich, das Reich der Chasarcn gebe. Chasdai glaubte, wenn diese Nachricht sich bestätigte, hier das Reich der verlorenen 10 Stäuime auftaucheu zu sehen, und in demselben alsdann auch den Anfang des Messiasrcichcs begrüßen zu dürfen. Mit glühendem Herzen verfolgte er deßhalb die Sache weiter und wollte vor Allem Gewißheit haben, ob sich die Dinge so verhielten, wie ihm berichtet war. Deßhalb ließ er denn durch einen jüdischen Gelehrten Mcnahem ben Saruk einen Brief an den Chasarenkönig, der, wie ihm gesagt worden war, Joseph heiße, aufsctzcn, in dem er um nähere Allskunft über das jüdische Königreich bat. Das Schreiben nahm die Gesandtschaft bei ihrer Rückkehr mit, und dasselbe gelangte auch nach mancherlei Zufällen durch einen deutschen Juden Isaak in die Hände des chasarischen Königs, der es seinerseits wirklich beantwortete. Wir lassen nun die wesentlichsten Stellen aus beiden Briefen folgen. Zuerst aus dem Schreiben des Chasdai. Im Eingänge benennt sich Chasdai selbst nnd beschreibt sodann das Reich seines Gebieters in Spanien. Zum Schlüsse der Darstellung, welche er von der Macht desselben gicbt, heißt cs dann: „Die Könige der Erde, da sie von der Größe nnd der Macht unseres Königs gehört haben, brachten ihm Geschenke nnd begrüßten ihn mit Kostbarkeiten, so z. B. der König von Aschkenaz'), der König der Gcbalim, das heißt Al-Saklab^), der König von Kostantinichb) und andere Könige. Durch meine Hände kommen ihre Gaben ein und durch meine Hände gehen die Gegengeschenke hinaus. Meine Lippen sprechen das Lob des Herrn des Himmels für die Gnade, die er mir zugewendct, nicht nach meinem Verdienste, sondern nach der Fülle seines Erbarmens. ') Deutschland. a) Wahrsch. Dalmatien. 3) Das byzantinische Kaiserreich,

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