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Dibre Emeth · 1875-01-01 · 9-10 (1875) · page 24

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
31 (1875)
Issue
9-10 (1875)
Date
1875-01-01
Page
– (sequence 24)
Language
German
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152 Den Muth der Missionare aber hat dieser Zustand der rumänischen Juden nicht verringert, sondern sie haben mit großem Eifer ihrer Pflicht obgelegen. Und ihre Arbeit war auch nach menschlichem Urtheile keine vergebliche. An einem der in dichter Finsterniß lebenden Orte nahmen die Juden die jüdisch-polnische Uebersetzung des Evangeliums Matthäi, welches sie allein zu lesen vermochten, wie einen Boten des Himmels auf; und eben diese Uebersetzung fand dann auch weiter ihren Weg in das Land. So wurden allein 475 Exemplare des Evang. Matthäi an Juden verkauft, und als die Uebersetzung des Evangeliums Lucä ankam, waren in sechs Tagen alle 80 Exemplare verkauft. Ebenso 177 Pentateuchs und 32 Psalmen in Hebräisch und Hebräisch-Deutsch; jedoch wurde immer wieder dabei das Bedauern geäußert, daß sie nicht in deutschjüdischem Jargon geschrieben waren. In einem kleineren Distrikt wurden außerdem das Jahr über 838 Theile des A. und N. Test, in diesem Jargon oder in einer ihm nahe kommenden Sprache an Juden abgesetzt. Im Ganzen umfaßt der Schriftenverkauf während des Jahres 1874: 97 ganze Bibeln, 108 Alte Testamente, 1328 Theile desselben, 544 Neue Testamente, 950 Theile desselben, 3 Liturgieen, 15 „Wahrer Israelit" von M.' Caul, 5 „Pilgerreise", 375 Schul- und andere Bücher, wie z. B. Lebensbeschreibungen christlicher Juden und 1882 Traktate. Verschenkt hingegen wurden 47 Theile des N. Test., 25 Liturgieen, 89 größere Bücher, 2275 Traktate außer mehreren hundert Gesellschaststraktaten und 3223 Flugblätter. Große Thätigkeit haben die Juden im Schulfache entwickelt. In Bukarest haben sie ihre eigenen Schulen auf eine höhere Stufe gehoben und in den Provinzen eine hübsche Anzahl von Schulen eröffnet, in denen man Fürsorge für freien Unterricht getroffen hat. Besonders hat man auch sein Auge auf die rechte Tüchtigkeit der Lehrer gerichtet. Die öffentlichen Schulen und Akademieen des Landes öffnen sich auch noch ferner den Juden und werden von ihnen zahlreich besucht. In der Missionsschule sind 202 jüdische Kinder unterrichtet worden. Von Rumänien richtet sich unser Blick auf die in muhamedanischen Ländern wohnenden Juden und zwar zuerst nach der Türkei. Mit Eifer und Einsicht wird da die Mission in Constautinopel und von dort aus im Reiche getrieben. Besonders

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