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Dibre Emeth · 1875-01-01 · 9-10 (1875) · page 21

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
31 (1875)
Issue
9-10 (1875)
Date
1875-01-01
Page
– (sequence 21)
Language
German
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149 wie der Sünder mit Gott versöhnt werden könne. Es wurden ihnen viele Sprüche aus der Schrift vorgehalten, in denen es deutlich gesagt ist, daß alle Menschen unter dem Falle des ersten Adam mitleiden, und daß über alle Menschen das Gericht zur Verdammniß gekommen ist, so daß wir denn auch durch unsere Sünden und unser verderbtes Wesen vom Schöpfer geschieden sind; danach aber wurden sie auf einige Stellen der heil. Schrift, die von unserer Versöhnung mit Gott und unserer Erlösung handeln, hingewiesen. Vorzüglich wurde aus das Opfer Bezug genommen, das Moses zur Versöhnung der Sünde geordnet hat, und auf jene Stelle, in der es heißt, daß es keine Versöhnung ohne Blutvergießen gäbe. Auch wurde dargethan, daß alle mosaischen Opfer Vorbilder jenes großen Opfers waren, welches alle Propheten zuvorgeweissagt haben, und das sich dann in Jesu erfüllte, dem Dulder und dem von Israel Verworfenen. Ein ältlicher -Jude, der sich während dieses Gespräches näherte, unterbrach da, nachdem er eine Weile zugehört hatte, das Gespräch und äußerte: „Ich wünschte wohl den Zweck Ihres Kommens nach Krakau und Ihre eigentliche Absicht zu erfahren". Die sind, lautete die bestimmte Antwort, Euch die frohe Botschaft zu verkündigen, und daß Euch Eure Sünden vergeben werden sollen. „Aber welchen Beweis habt Ihr dafür, daß Eure gute Botschaft auch wahr ist, und welches ist Eure Lehre von der Vergebung der Sünde?" Die Erfüllung der auf das Volk Israel lautenden Prophezeiungen, wurde geantwortet, und die Leiden und der Tod, den der durch sie verheißene Messias zu erdulden hatte, sind der Beweis für die Wahrheit dieser frohen Botschaft; Buße und Glaube aber die Bedingungen für die Vergebung der Sünde. „Reue, worüber? und Glaube, an wen?" fuhr der Andere fort. — Reue über die Sünde Eurer Verwerfung des Messias und Heilandes, und Glaube an Den, der zu Eurer Versöhnung litt und starb, und um deßwillen Ihr das Himmelreich und das ewige Leben statt des ewigen Elends ererben sollt. „Aber welchen Beweis habt Ihr dafür, daß Eure Behauptungen wahre sind?" lautete die erneute Antwort. Ich habe keinen andern Beweis, entgegnete der Missionar, als den der Erfüllung der Prophezeiungen des Moses und der Propheten, die sich auf die Verwerfung des Messias durch Israel und auf Israels Herrlichkeit für den Fall der Anerkennung desselben beziehen, ja eben dessen, den sie verachteten, der da kam, zu leiden und zu sterben

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