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Dibre Emeth · 1875-01-01 · 5-6 (1875) · page 29

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
31 (1875)
Issue
5-6 (1875)
Date
1875-01-01
Page
– (sequence 29)
Language
German
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93 zu Jahr eine immer gehässigere Stellung gegen die Mission ein. Sie sprechen einen Cherem (Bann) um den andern aus, warnen vor unfern Traktaten, die, wie sie sagen, eine solche Zauberkraft von England mitgebracht haben, daß Jeder, der sie empfängt und liest, Christ werden muß. Eine große Anzahl Abyssinier glauben, daß die Engländer 1868 König Theodoros sammt seiner Zwingburg Magdala dnrch Zauberkraft besiegt haben. — Demungeachtet aber haben wir eine nette Zahl forschender Leute und kommen alljährlich Taufen vor. — Würde uns die abyssinische Regierung Freiheit gewähren, eine eigene Kirche zu bauen und Gemeinden zu gründen, so hätten wir Aussicht auf eine reich gesegnete Mission; bisher dagegen haben wir es erst mit einem zarten Kinde zu thun, das ich aber von Herzen lieb habe, in der Hoffnung, daß es nicht nur erhalten bleibt, sondern gesundet, erstarkt und wächst. Der Herr erhalte es in Gnaden." In einem andern Briefe, der uns ganz besonders Schwierigkeiten des dortigen Missionswerkes nennt, heißt es: „Nyr dreimal im Jahre kann ich mit den Brüdern in Abyssinien korrespondiren. Jene haben einen Eptraboten von Djenda nach Massua 20 bis 24 Tagereisen zu senden, der jedes Mal zwei Pfd. Sterl. kostet, da man von Posteinrichtung in Abyssinien noch nichts weiß. Zu Anfang Februar geht meine nächste Post ab. Vor einigen Tagen erhielt ich recht erfreuliche Nachrichten, von denen wohl später in Jewish Jntelligence Einiges zu lesen sein wird. Unter großen politischen Unruhen arbeiten die Brüder mit viel Selbstverläugnung und Aufopferung im Segen weiter. Sie fordern alle Missionsfreunde sehr dringend zur Fürbitte für das arme Abyssinien, die Falascha-Mission und sich selbst auf. Wann wird die Zeit kommen, wo unter dem Schutze einer geordneten Regierung das Missionswerk sich recht segensreich enffalten und die kleine Schaar von Gläubigen aus den Zerstreuten der Tochter Israels zu einer evangelischen Missionsgemeinde gesammelt werden kann, die eine Lichtträgerin sein wird für viele Völker Asrika's?" Und in einem Briefe der einheimischen Missionare Agasche und Samani, der in den „Mittheilungen der Pilger-Mission" abgedruckt ist, heißt es endlich: „Ueberblicken wir die Zeit unserer Thätigkeit von da, wo Sie uns verließen, bis heute, so müssen wir bekennen, daß unsere Ver-

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