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Dibre Emeth · 1875-01-01 · 5-6 (1875) · page 28

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
31 (1875)
Issue
5-6 (1875)
Date
1875-01-01
Page
– (sequence 28)
Language
German
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SS wohnen die größte Anzahl in und um Djenda. Von den 12 eingeborenen Missionsgehülsen, alle Proselyten bis auf einen, arbeiten drei in Assoso, deren zwei auf St. Chrischona ausgebildet wurden. Sie haben eine Schule, halten amharische Gottesdienste (im Schullokal). Die Station ist mit einem Bibel- und Traktatlokal versehen. Während der Eine sich der Schule und den Besuchenden widmet, machen die beiden Andern gemeinschaftlich Missionstouren zu den Falascha's in der Nähe und Ferne. In Dagusa sind drei Proselyten als Reiseprediger angestellt. Die Proselyten in jener Provinz leben sehr zerstreut und konnten bisher noch nicht zu einer Gemeinde gesammelt werden; selbst eine Schule konnte noch nicht zu Stande kommen. Fast alle Falascha sind Weber und sind darum gezwungen, in der Nähe der Nbyssinier zu wohnen, wo sie Arbeit finden. Im letzten Briefe schrieben die Brüder, daß es der Kinder der Proselyten wegen und vieler verwahrlosten Kinder halber nöthig sei, eine boarding school, das wäre so eine Art Rettungsanstalt, zu gründen, und bitten um die Mittel und die Erlaubniß dazu. In Djenda, der Hauptstation, sind zwei der auf St. Chrischona ausgebildeten Jünglinge, von denen der eine kein Falascha ist, neben vier Proselyten, als Lehrer angestellt, die Uebrigen als Reiseprediger (scripture readers). Regelmäßige Gottesdienste, Bibel- und Gebetsstunden sind längst eingerichtet. Sämmtliche Reiseprediger stehen unter unserem Aeltesten Debtera Bern, während die Schulen unter Michael Aragawis Leitung stehen. Derselbe führt die Rechnung und ist Hauptkorrespondent. Vierteljährlich haben sämmtliche Brüder eine Conferenz, zu der sie in Djenda zusammenkommen; dieselbe wird von Bern und abwechselungsweise einem der Brüder, die in Europa waren, geleitet. An dem erbaulichen Theil dürfen auch andere Proselyten theilnehmen, hingegen nicht an den Berathungen über Schulen, Missionstouren, Gemeindeangelegenheiten u. s. w. Alle unsere Proselyten find auf Selbstunterhalt angewiesen, und da sie alle schon im Knabenalter Handwerke lernen, fallen sie uns unmittelbar vor oder nach der Taufe nie zur Last. Hie und da sind schon Verfolgungen und Mißhandlungen der Taufkandidaten von ihren nahen Anverwandten vorgekommen; doch werden sie seltener, weil die christliche Regierung solche Vergehungen hart straft. Die Falascha-Priester oder Mönche nehmen von Jahr

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