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Dibre Emeth · 1875-01-01 · 5-6 (1875) · page 23

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
31 (1875)
Issue
5-6 (1875)
Date
1875-01-01
Page
– (sequence 23)
Language
German
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87 ausmachen, steigen unsere Gebete empor, daß sie zum Preise Gottes leben und sterben mögen, dessen unendliche Erbarmungen sich an km unwürdigsten seiner Knechte knndgethan haben." Da nun aber A. Capadvses Leben zum Ziel gekommen ist, sagt die Zeitschrift „De Hope Jsraels“ rückblickend auf dasselbe: „Der Hingang des hochgeachteten und vielgeliebten Veteranen im Dienste des Herrn ist nicht allein ein Verlust für die christliche Kirche, für den Niederländischen Evangelisch-protestantischen Verein und den Verein für Israel, sondern auch für Israel selbst und für die Welt. Die beiden letzteren mögen dies nicht erkennen, aber sie sind hierin gleich den Kindern, die noch zu jung und zu harmlos sind, um den Verlust eines Vaters zu würdigen. Ja, Israel und die Welt verlieren Einen, der 52 Jahre lang mit rastlosem Eifer und Liebe ihre Seelenbedürfnisse vor dem Throne der Gnade Gottes niedergelegt hat. Die Wohlfahrt Jsraels lag ihm ernstlich am Herzen, und wie Moses und Samuel hat er mit Gott gerungen im Gebet für die Erlösung seines Volkes. Ein Beter wie Capadose kann unter die eigenthümlichen Erscheinungen in der Christenwelt gerechnet werden. Ein Jeder, der das Vorrecht genossen hat, mit ihm die Kniee zu beugen, wird die Wahrheit dieser Behauptung bestätigen. Wenn er betete, dann war es, als wenn ein elektrischer Funke aus seinem Herzen die Mitbeter berührte. In allen seinen Gebeten war aber Israel das Erste und das Letzte. Wir hören ihn noch mit seiner gewöhnlichen Gluth bitten „für unsre Brüder, die noch mit einem Schleier bedeckt sind". — Ach, daß es zu Herzen nehmen möge, daß ein anderer Zeuge der Wahrheit von ihm genommen ist. Nicht allein mit Worten bekundete er seine Liebe für Israel, sondern auch mit der That. Die Gründung des Vereins der „Freunde Jsraels" war der Beweis, wie sehr er unter den Christen Liebe und Mitleiden für sein Volk zu wecken suchte. Und hierin ward er nicht allein gelassen, denn bald sah er viele Vornehme und Geringe, Gelehrte und Ungelehrte um sich geschaart, um zu bitten für das Heil Jsraels, und er durfte es erleben, seine erste Bemühung, die Christen zur Liebe für sein Volk zu erwecken, gekrönt zu sehen in dem Entstehen der Mission unter Israel in den Niederlanden. Wie er mehr als 50 Jahre für Jsraels Heil ge-

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