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Dibre Emeth · 1875-01-01 · 3-4 (1875) · page 22

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
31 (1875)
Issue
3-4 (1875)
Date
1875-01-01
Page
– (sequence 22)
Language
German
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54 sicheren Begleitung der Proselyten von Dagoosa fortgeschickt. Er ist die Erstlingsfrucht aus den Falascha-Mönchen. Möge ihn der Herr durch seine Gnade ausrüsten, beständig und treu bis an's Ende zu bleiben. Wir hatten heute hier eine sehr zahlreiche Gemeinde versammelt, die aus Juden und Nichtjuden bestand, und fühlten des Herrn Gegenwart unter uns, und sein Wort wurde an manchen Seelen gesegnet. Mehrere Hundert Leute waren gekommen, mir Lebewohl zu'sagen, und manche Segensworte wurden von den Bekehrten aus vollen Herzen über die Gesellschaft ausgesprochen. Die Bekehrten von Djanber wünschten einen Lehrer, aber da es nur 6 Meilen von Jenda liegt, hielt ich es nicht für nöthig, ihren Wunsch zu erfüllen. Die Station Dagoosa wurde mit Schriften und Traktaten versehen. Ich habe nun 20 Tage in unserer Station Jenda zugebracht, das Evangelium zweimal des Tages gepredigt, und wir hatten mit Hunderten von Abyssiniern religiöse Gespräche. Von äthiopisch-amharischen Psaltern wurden 450 verkauft, 50 verschenkt, 210 amharische Neue Testamente, 50 Pentateuchs, 30 Exemplare des Propheten Jesaia, 25 des Propheten Jeremia, 55 Theile des N. Testaments, 259 biblische Geschichtsbücher und 979 Missionstraktate umsonst ausgetheilt. Und nun möge der Herr in seiner Treue all' dem gesprochenen und vertheilten Wort Segen geben, daß viele Seelen zu dem wunderbaren Lichte des Evangeliums geführt werden. Möge er mir auch alle meine Versäumnisse vergeben. Sehr früh am Morgen des 27. beendete ich meine Reisevorbereitungen; mein Gepäck blieb nur, was ich unumgänglich für die Reise gebrauchte; dazu der nöthige Mundvorrath, den ich nach Massowa mitnehmen mußte. Vor Sonnenaufgang kamen alle Proselyten mit ihren Familien, einige Falaschas und ihre Frauen und viele Christen, um mir eine gute Reise zu wünschen, und viele Thränen wurden vergossen. Beroo Fanta und Aragawy und noch einige unserer Leute kamen, um mich bis Gondar zu begleiten. Auf unserem Wege statteten wir noch einen Besuch unseren zerstörten Häusern ab; die Steine sind noch da, alles Holz aber ist sortgeholt. Ich konnte mir nicht helfen, es auszusprechen, daß alle diese Häuser werden wieder gebaut werden, und noch viele andere außer ihnen, und ein prote-

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